Dülmen/Blitzingen. Muskel- und Gelenkschmerzen, Müdigkeit zum Ende hin und den inneren Schweinehund – all das überwanden die sechs Dülmener Phillip und Lukas Lenz, Marius Mätze, Frederik Kramer, Sebastian Kreuznacht und Thomas Espeter am Mittwoch vergangener Woche – und erreichten gemeinsam ihr Ziel: Die 65 Kilometer Strecke und 3.100 Höhenmeter des „Stoneman Glaciara Hike“ in der Schweiz innerhalb von 24 Stunden zu absolvieren und sich damit den Gold-Status zu sichern.
Vor zwei Jahren hatten die sechs Dülmener mit zwei weiteren Freunden schon den „Stoneman Dolomiti Hike“ geschafft: 57 Kilometer und 3.300 Höhenmeter innerhalb von 17 Stunden. Auch damals erwanderten sie sich den Gold-Status. Silber hätten sie bei Bewältigung der Strecke in zwei Tagen, Bronze bei dreitägiger Wanderdauer bekommen.
„Wir wussten also, dass wir die Herausforderung schaffen können“, schmunzelt Thomas Espeter, mit 35 Jahren der älteste der Gruppe. Unter anderem mit Wanderungen im Sauerland bereiteten sich die sechs Dülmener vor. Mit zwei Autos, bepackt mit Lebensmitteln, ging es heute vor zwei Wochen nach Blitzingen in der Schweiz. Sonntag wurde eine 25-Kilometer-Tour mit 1.600 Höhenmetern zum Risihorn (2.875 Meter üNN) unternommen, Montag eine 20-Kilometer-Wanderung am Fluss Rhone entlang, Dienstag war Ruhetag. Mittwochmorgen 2.30 Uhr dann mit Kopflampen Start zum „Stoneman Glaciara Hike“. „Es war noch dunkel, als der Weg über eine Hängebrücke führte: Man sah nichts, hörte nur viele Meter tiefer das Wasser rauschen“, berichtet Thomas Espeter. 7 Uhr dann zum Sonnenaufgang auf dem Plateau. „Das war beeindruckend“, so Thomas Espeter.
An einem Bergsee Pause. „Wir hatten zwei Angeln dabei und haben vier Saiblinge gefangen“, berichtet Thomas Espeter. „Sowieso haben wir uns etwas mehr Zeit als vor zwei Jahren gelassen und mehr fotografiert und Drohnenaufnahmen gemacht. Dadurch kamen wir im Dunkeln wieder in Blitzingen an – mit vielen Eindrücken und fielen totmüde ins Bett.“ Donnerstag ausspannen, Spaziergang am Bergsee, Freitag ausspannen mit Bierchen, 24 Grad und Sonne satt – eine tolle Abrundung. „Es war eine herausfordernde Grenzerfahrung und insgesamt eine super Urlaubswoche“, so Thomas Espeter. Schon jetzt gibt‘s übrigens Pläne: „Es soll bald einen weiteren Stoneman-Hike von Roland Stauder geben…“, so Espeter.

