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	<description>Die Website der Wochenzeitung DÜLMENplus</description>
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		<title>Die Antwort auf „Was essen wir heute?“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[André Sommer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Sep 2026 03:06:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auswahl der Redaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Dülmen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von André Sommer Dülmen/Gladbach. Wer selbst eine Familie mit kleinen Kindern hat, kennt diese&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://duelmenplus.de/die-antwort-auf-was-essen-wir-heute/">Die Antwort auf „Was essen wir heute?“</a> erschien zuerst auf <a href="https://duelmenplus.de">DÜLMENplus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Von André Sommer</p>
<p>Dülmen/Gladbach. Wer selbst eine Familie mit kleinen Kindern hat, kennt diese Frage. Sie taucht zuverlässig auf, meistens dann, wenn man sie eigentlich gerade nicht gebrauchen kann: Was gibt es heute zu essen? Im besten Fall ist die Antwort längst geklärt. Die Einkäufe sind gemacht, der Wochenplan hängt vielleicht sogar am Kühlschrank und jeder weiß, was wann auf den Tisch kommt. Im weniger guten Fall steht man irgendwann im Supermarkt und versucht sich zwischen Nudeln, Gemüse und Tiefkühlpizza daran zu erinnern, was die Familie in den vergangenen Tagen eigentlich schon gegessen hat.</p>
<p>Bei Dennis Göntgens und seiner Familie war das nicht anders. Der 42-Jährige ist in Dülmen geboren und aufgewachsen, lebt inzwischen mit seiner Frau Svenja und den beiden Töchtern, sechs und zwei Jahre alt, in Mönchengladbach. Beruflich arbeitet er im Marketing bei Vodafone. Das Familienleben mit kleinen Kindern ist für ihn also vor allem eines: ganz normaler Alltag.<br />
Dann kam ein Samstagabend, Monate nachdem die jüngere Tochter geboren worden war. Svenja war zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder allein unterwegs. „Mama geht tanzen“ hieß die Veranstaltung, zu der sie in Gladbach gegangen war. Die Kinder waren im Bett, Dennis hatte es sich auf dem Sofa gemütlich gemacht. Eigentlich sollte jetzt ein ruhiger Abend mit Netflix folgen.<br />
Stattdessen begann sein Kopf zu arbeiten. Nicht über die Arbeit und auch nicht über irgendein großes Problem. Es ging um die kommende Woche. Dienstag war Sport. Donnerstag hatte die Kita geschlossen. Samstag sollte das Wetter gut werden, also wollte die Familie grillen. Dazu kamen die ganz normalen Fragen, die sich bei einer Familie mit kleinen Kindern eben noch stellen: Wer ist wann zu Hause? Wer isst mit? Was mögen die Kinder? Was haben die Erwachsenen vielleicht gerade Lust zu essen? Und was passt überhaupt noch zu dem, was in den vergangenen Tagen auf dem Tisch stand?<br />
Aus all diesen kleinen Informationen entstand in seinem Kopf plötzlich ein ziemlich kompliziertes Geflecht. Fast so, als würde er einen Kriminalfall lösen.<br />
Und dann kam der Gedanke: Gibt es dafür eigentlich keine App? Dennis begann zu suchen. Die Ernüchterung folgte schnell. Es gab jede Menge Apps, die Rezepte lieferten. 500 Vorschläge, 1000 Vorschläge, noch mehr. Aber die eigentliche Arbeit blieb beim Nutzer: auswählen, überlegen, planen. Andere Angebote gingen stärker auf Ernährungstrends ein oder waren einfach kompliziert oder zu teuer. Und dann waren da Anbieter wie HelloFresh, bei denen die Zutaten gleich mitgeliefert werden. Praktisch, sicher – aber für eine Familie mit wechselnden Plänen auch ziemlich unflexibel.<br />
Was Dennis suchte, war etwas anderes. Eine App, die nicht einfach fragte: „Was möchtest du kochen?“, sondern die Gegenfrage stellte: „Wie sieht deine Woche aus – und was passt dazu?“</p>
<p><strong>Aus einer Idee wurde eine eigene App</strong></p>
<p>Also beschloss er, sie selbst zu bauen. Ganz ohne großen Geschäftsplan. Dennis hatte durch seinen Beruf bereits ein wenig Erfahrung mit Programmieren und dachte sich zunächst nur: Ich lese mich ein und schaue, was dabei herauskommt. Aus dem ersten Gedanken auf dem Sofa wurde ein Projekt. Und irgendwann war daraus eine App geworden.<br />
Dabei blieb es nicht lange bei Dennis allein. Seine Frau Svenja ist Grafikdesignerin und war von der Idee sofort angetan. Sie brachte ihr Wissen und ihre gestalterischen Fähigkeiten ein, während Dennis sich immer tiefer in die technische Seite einarbeitete. Wochen vergingen. Aus einer Idee wurde ein Konzept – und aus dem Konzept eine immer umfangreichere Anwendung.<br />
Und wie das bei einem Projekt passiert, das man zunächst für den eigenen Alltag entwickelt, kamen ständig neue Gedanken dazu.<br />
Freunde und Verwandte wurden dabei schnell zu einem wichtigen Testpublikum. „Denkt an die Allergene, bloß keine Rezepte mit Erdnüssen“, hieß es etwa. Oder: „Ich mag keine Tomaten.“ Dennis‘ Antwort darauf war sinngemäß: Dann müssen diese Gerichte eben rausgenommen werden können. Solche Rückmeldungen flossen direkt in die Entwicklung ein. Wer bestimmte Zutaten nicht essen oder schlicht nicht auf dem Teller haben möchte, kann sie hinterlegen – die entsprechenden Gerichte werden bei den Vorschlägen herausgefiltert.<br />
Auch ein digitaler Einkaufswagen kam dazu. Wer sich für die Gerichte der kommenden Tage entscheidet, soll nicht anschließend noch einmal jede Zutatenliste abschreiben müssen. Die benötigten Lebensmittel werden gesammelt und können für den nächsten Einkauf übernommen werden.</p>
<p><strong>Dealish reagiert auf die jeweiligen Umstände</strong></p>
<p>Der eigentliche Kniff von „Dealish“, so der Name der App, liegt aber noch etwas tiefer. Die App soll nicht nur wissen, was jemand grundsätzlich mag oder nicht mag. Sie soll möglichst genau erfassen können, wer gerade mitisst und welche Situation an diesem Tag überhaupt vorliegt.<br />
Dennis selbst isst beispielsweise gerne asiatisch und mediterran. Das ist eine Information. Ob an einem bestimmten Tag aber zwei Erwachsene oder zusätzlich zwei kleine Kinder am Tisch sitzen, ist eine andere. Ob nach dem Sport ein etwas anderes Essen gefragt ist, ebenfalls. Vielleicht ist gerade wenig Zeit. Vielleicht soll es etwas Einfaches sein. Vielleicht ist ein Gericht mit etwas mehr Aufwand am Wochenende genau richtig.<br />
Auch Menschen, die bestimmte Lebensmittel aus religiösen Gründen, aus Überzeugung oder schlicht wegen persönlicher Abneigung vermeiden, sollen ihre Vorgaben hinterlegen können.<br />
Und dann gibt es noch die ganz banale Familienrealität: Kinder haben manchmal andere Vorstellungen davon, was ein gutes Abendessen ist als ihre Eltern.<br />
Deshalb gehören auch Pfannkuchen mit Apfelmus zum Prinzip. Genauso wie Nudeln mit Tomatensoße, Pommes oder Pizza. Comfort Food ist ausdrücklich erlaubt. Die App will schließlich keinen Ernährungsratgeber spielen, der einer Familie erklärt, was sie eigentlich essen sollte.<br />
Gleichzeitig sollen die Vorschläge nicht nach zehn Tagen langweilig werden. Neben bekannten Gerichten finden sich deshalb auch weniger geläufige internationale Speisen. Die Idee dahinter: möglichst abwechslungsreich kochen, ohne dafür exotische Zutaten kaufen oder einen halben Nachmittag in der Küche verbringen zu müssen.<br />
Ein Gericht gefällt nicht? Dann wird es abgelehnt und ein anderes vorgeschlagen. Genau hier kommt eine weitere Besonderheit ins Spiel: Dealish lernt mit der Zeit dazu. Wenn ein Nutzer ein Gericht ablehnt, bleibt es nicht einfach bei einem anonymen „Nein“. Dealish erkennt die Vorlieben und berücksichtigt dabei nicht nur einzelne Lieblingsgerichte, sondern auch ganze Gerichtstypen. Man mag Pasta oder Suppen? Dann werden passende Angebote gezielt priorisiert. Gleichzeitig fließt auch die Jahreszeit mit ein: Im Sommer können andere Gerichte im Fokus stehen als im Winter. Wenn zwei Erwachsene und zwei Kinder am Tisch sitzen, können die Vorschläge anders aussehen als an einem Abend, an dem nur die Eltern essen.<br />
Die App versucht also nicht, eine Familie in ein festes Ernährungsschema zu pressen. Sie soll sich möglichst gut an deren Alltag anpassen. Auch optisch hält sich die App bewusst zurück. Kein überladenes Menü, kein digitales Kochbuch mit hundert Funktionen, die am Ende niemand braucht. Die Gestaltung soll übersichtlich bleiben. Im Mittelpunkt steht das, worum es eigentlich geht: das Essen.</p>
<p><strong>Kostenfreie App mit Zusatzfunktionen</strong></p>
<p>Inzwischen ist Dealish kostenlos in den gängigen App-Stores erhältlich. Wer mehr Individualisierung möchte, kann auf eine kostenpflichtige Variante zurückgreifen. Dort lässt sich beispielsweise genauer festlegen, ob gerade Kraft- oder Ausdauertraining im Mittelpunkt steht und ob entsprechend eher der Protein- oder Kohlenhydratanteil eine Rolle spielen soll. Für diese Funktionen hat Dennis sich auch mit sportwissenschaftlichen Erkenntnissen beschäftigt.<br />
In der kostenpflichtigen Version lassen sich außerdem Lieblingsgerichte speichern. Werden später neue Vorschläge gesucht, können diese gespeicherten Favoriten als Alternative auftauchen.<br />
Dass Dennis irgendwann eine fertige App in den Händen halten würde, war an jenem Abend auf dem Sofa allerdings noch nicht absehbar. Eigentlich wollte er nur herausfinden, warum es offenbar keine Anwendung gab, die sein ganz persönliches „Was essen wir nächste Woche?“ vernünftig lösen konnte.<br />
Heute benutzt er Dealish selbst. Und fertig ist das Projekt trotzdem nicht. Weitere Rezepte kommen hinzu, Funktionen werden verändert, Ideen ausprobiert und wieder verworfen. Schließlich kennt Dennis das Problem, das hinter der App steckt, weiterhin aus eigener Erfahrung.<br />
Nur dass die Frage inzwischen etwas anders beantwortet wird. Was gibt es heute zu essen? Vielleicht weiß es <a href="https://dealish.de/">Dealish</a>.</p>
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		<title>Mit Essiggurkeneis zum TikTok-Star</title>
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		<dc:creator><![CDATA[André Sommer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Sep 2026 06:01:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auswahl der Redaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Dülmen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von André Sommer Dülmen. Der gebürtige Dülmener Bernhard Schreiber hat inzwischen mehr als 176.000&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://duelmenplus.de/mit-essiggurkeneis-zum-tiktok-star/">Mit Essiggurkeneis zum TikTok-Star</a> erschien zuerst auf <a href="https://duelmenplus.de">DÜLMENplus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Von André Sommer</p>
<p>Dülmen. Der gebürtige Dülmener Bernhard Schreiber hat inzwischen mehr als 176.000 Follower auf TikTok, wo er sich „la_bernhard“ nennt. Seine Spezialität: Essen, das man entweder unbedingt probieren oder besser weiträumig meiden sollte. Vor allem aber kommt seine Art an. Die Leute schauen längst nicht mehr nur wegen des Essens zu.</p>
<p>„Ich bin 29. Für immer.“ Das steht in seinem Profil. Die Erklärung dazu ist denkbar einfach: Eigentlich hätte Schreiber während der Corona-Zeit 30 werden müssen. Sein Geburtstag fiel damals aus. Also ist er für sich eben bei 29 geblieben. Problem gelöst.<br />
Aber von vorne: TikTok ist eine Internetplattform, auf der vor allem kurze Videos angeschaut und selbst veröffentlicht werden. Wer regelmäßig solche Videos produziert, wird oft als „Content Creator“ bezeichnet – also jemand, der Inhalte für andere erstellt. Schreiber macht das inzwischen ziemlich erfolgreich. Auf TikTok folgen ihm unter dem Namen „la_bernhard“ aktuell rund 176.000 Menschen, seine Videos haben mehr als 5,8 Millionen Likes gesammelt. Auch bei Instagram ist er aktiv, da ist sein Wachstum aber noch langsamer.<br />
Einen großen Plan hatte er eigentlich nicht. „Ich habe schon immer mal mit Social Media herumexperimentiert“, erzählt Schreiber. Mal hier ein kleines Video, mal dort ein Clip. Dann filmte er irgendwann, wie er seinen geliebten Tortellini-Salat zubereitete, und stellte das Video bei TikTok ein. Kurz darauf war es mehr als 100.000 Mal angesehen worden.<br />
Bernhard wusste selbst nicht, warum ausgerechnet dieses Video so gut lief. Aber die mehr als 100.000 Aufrufe machten ihn neugierig. Und weil er Essen liebt, stand die Richtung schnell fest. Er wollte Food-Content machen, also Videos rund ums Essen. Nicht nur Rezepte, sondern vor allem Tests. Also fing er an, Lebensmittel zu probieren und auf einer Skala von eins bis zehn zu bewerten. Das gab es bei TikTok natürlich schon. Schreiber machte daraus seine eigene Version. Er redete nicht nur über das Essen – er besorgte es, bereitete es zu und probierte es vor laufender Kamera.</p>
<p>Bohneneis, Spülwasser<br />
und Gurkenwasser</p>
<p>Zum Beispiel Eis: In einem seiner erfolgreichsten Videos nahm er sich „außergewöhnliche Eissorten“ vor. Bohneneis war dabei. Gefrorenes Spülwasser ebenfalls. Und dann Essiggurkeneis – inklusive Gurkenwasser. Ausgerechnet das wurde sein Favorit. Das Video wurde inzwischen rund 2,7 Millionen Mal angesehen.<br />
Pizza mit Bohnen und Spiegelei folgte, dazu weitere ungewöhnliche Kombinationen und immer wieder Lebensmittel-Trends, die gerade durchs Internet geisterten. Aus wenigen Followerinnen und Follower wurden immer mehr. Irgendwann kamen die Leute nicht mehr nur wegen des Essens. Sie wollten wissen, was Bernhard als Nächstes macht.<br />
Seine Videos sind schnell geschnitten, spontan und meistens mit dem Smartphone aufgenommen. Perfekt muss dabei nichts sein. „Das passt ganz gut zu meinem Leben“, sagt Schreiber und lacht. Wenn ihm etwas einfällt, kann er es direkt aufnehmen.<br />
Deshalb landet bei „la_bernhard“ auch einmal ein Besuch auf dem Wertstoffhof. Oder ein Ikea-Einkauf, bei dem zwischen Matratzenkauf und Einkaufswagen-Schieben noch schnell das Essen bewertet wird. Dazu kommen wiederkehrende Elemente wie sein „Unangenehm“ oder der Flirt mit einem Hähnchenverkäufer.<br />
Viele seiner Followerinnen und Follower kennen ihn inzwischen so gut, dass sie an der Stimmung eines Videos merken, wenn etwas anders ist. Dann kommen entsprechende Kommentare. Schreiber liest sie und antwortet, wenn er die Zeit dafür hat. Kürzlich war er sogar abends auf Instagram unterwegs und tauschte Sprachnachrichten mit Menschen aus, die er vorher überhaupt nicht kannte. „Das war schon anstrengend“, erzählt er. Gleichzeitig habe er den Abend als aufregend und schön empfunden.</p>
<p>Von der Kita ins Büro –<br />
und vor die Kamera</p>
<p>Sein eigentliches Berufsleben sah lange ganz anders aus. Schreiber ist staatlich anerkannter Erzieher und Fachwirt für Kita- und Hortmanagement. Seit 2012 arbeitet er im Kita-Verbund St. Viktor Dülmen, seit 2018 leitete er das Familienzentrum St. Anna. Das hat sich inzwischen geändert. Auf eigenen Wunsch arbeitet er dort nur noch zweimal pro Woche administrativ im Büro im einsA.<br />
Die Arbeit mit Kindern hat er deshalb nicht aufgegeben. Aber inzwischen gibt es da noch diesen anderen Teil seines Lebens, der plötzlich ziemlich groß geworden ist. Mit seinen Videos verdient Schreiber mittlerweile Geld. Unternehmen bezahlen ihn für gekennzeichnete Kooperationen. Außerdem können erfolgreiche TikTok-Videos unter bestimmten Voraussetzungen über das sogenannte Creator-Rewards-Programm vergütet werden. Dafür müssen unter anderem bestimmte Anforderungen an Account, Inhalte und Aufrufe erfüllt sein.<br />
Bemerkenswert findet Schreiber vor allem, wer ihm folgt: Besonders viele seiner Followerinnen sind zwischen 45 und 65 Jahre alt – schließlich wird TikTok vor allem mit jüngeren Menschen verbunden. Die Plattform ist inzwischen aber längst in verschiedenen Altersgruppen angekommen.<br />
Geld und Reichweite sind für Schreiber aber nicht der einzige Grund, warum er so viel Zeit in seine Videos steckt. Er spricht offen darüber, dass sie für ihn auch etwas mit seiner eigenen Geschichte zu tun haben. Als Kind der 90er sei ein Outing nicht unbedingt einfach gewesen. Heute kann er vor der Kamera ganz selbstverständlich zeigen, wer er ist. Das empfindet er als befreiend.<br />
Trotzdem zeigt er nicht alles. Bernhard kann nach eigener Einschätzung ziemlich gut unterscheiden, was in seine Videos gehört und was privat bleiben soll. Auch die Trennung von seinem Ehemann kommentiert er deshalb nicht öffentlich. „Das hat in der Öffentlichkeit nichts zu suchen“, sagt er. Schließlich gehe es dabei nicht nur um ihn.<br />
Eines seiner für ihn wertvollsten Videos hat allerdings gar nichts mit einem Food-Trend zu tun: Schreiber kocht die rote Nudelsauce seiner inzwischen verstorbenen Oma Hannelore Breitkopf nach. Sie verbrachte den größten Teil ihres Lebens ebenfalls in Dülmen. Die Sauce ist sein Lieblingsessen – und das Video für ihn deshalb vor allem eine Erinnerung.<br />
Dann gibt es noch die Geschichte vom Marktkauf in Lüdinghausen. Freitagabend hatte Schreiber dort eingekauft und wollte im Auto noch schnell ein Video schneiden. Dann bemerkte er, dass die Tore des Parkplatzes inzwischen geschlossen waren. Sein Auto stand auf dem Parkplatz, Schreiber selbst war eingesperrt. Der Akku seines Smartphones zeigte noch fünf Prozent. Also musste eine Lösung her. Jemanden anrufen? Oder die Kamera einschalten? Schreiber entschied sich für die Kamera. Er filmte, wie er mit seinen Einkäufen über den Zaun kletterte und anschließend nach Hause lief. Erst am nächsten Tag stellte er fest, dass sich die Tore des Parkplatzes ganz einfach von Hand öffnen ließen. Das Video ist bis heute sein persönliches Lieblingsvideo.</p>
<p>Das richtige Rezept<br />
für TikTok?</p>
<p>Wer selbst auf TikTok durchstarten möchte, brauche vor allem Glück, Authentizität und Ehrgeiz, sagt Schreiber. Dazu komme ein gutes Gespür dafür, eine eigene Nische zu finden. Bei ihm war es das Ranking kombiniert mit der echten Verkostung. Und inzwischen verlassen sich manche seiner Followerinnen und Follower sogar darauf, wenn er einen Food-Trend für nicht empfehlenswert erklärt. Dann müssen sie ihn wenigstens nicht selbst ausprobieren.<br />
Was Schreiber an seinem neuen Alltag besonders schätzt, ist die Freiheit. Er kann seine Zeit anders einteilen, spontan ein Video drehen, wenn ihm danach ist, und muss nicht mehr jeden Tag in einen festen Arbeitsrhythmus passen. Gleichzeitig weiß er, dass diese Freiheit ihren Preis hat. Wer mit Videos Geld verdient, muss auch liefern. Die Reichweite kann sich verändern, Einnahmen sind nicht garantiert. Und aus dem Hobby ist längst etwas geworden, das auch Arbeit bedeutet.<br />
Für Schreiber überwiegt trotzdem die Freude. Er genießt die Freiheit und die Möglichkeit, seinen Tag selbst zu gestalten. Und solange es funktioniert und ihm Spaß macht, will er diesen Weg weitergehen.<br />
Zu seinem neuen Leben passt deshalb auch sein selbst gewähltes Alter. 30 wurde er wegen Corona schließlich nie. Also bleibt er 29. Für immer.</p>
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		<title>Thalia zieht ins Stadtquartier ein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[André Sommer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Sep 2026 03:51:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dülmen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dülmen (men/as). Es kündigt sich Veränderung für das Stadtquartier Overbergplatz an. Der Buch- und&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Dülmen (men/as). Es kündigt sich Veränderung für das Stadtquartier Overbergplatz an. Der Buch- und Spielefilialist Thalia wird dort schon bald einziehen, wie aus gut unterrichteten Kreisen zu erfahren war.</p>
<p>Alexander Terlau von Bücher Sievert Sievert bewertet die Ansiedlung nüchtern: „Es herrscht freie Marktwirtschaft. Mitbewerber sind in jeder Branche üblich. Ob diese Entwicklung für Dülmen auf Dauer positiv ist, mag jeder für sich entscheiden. Wir werden auf diese Veränderung angemessen reagieren.“ Bereits vor einigen Jahren hatte Terlau auf die Entwicklungen im Buchmarkt reagiert und mit Escape-Rooms ein zweites Standbein aufgebaut, das sich nach eigenen Angaben sehr erfolgreich entwickelt hat.<br />
Direkt in der Nachbarschaft des künftigen neuen Dülmener Thalia-Standorts befindet sich das Fachgeschäft Spielwaren Greiving.<br />
„Natürlich macht man sich Gedanken, was die Neuansiedlung von Thalia in Dülmen für uns bedeutet – zumal Thalia seit etwa zwei Jahren verstärkt im Bereich Spielwaren aktiv ist. Thalia hat auch schon Spielwaren-Fachgeschäfte übernommen und führt sie teilweise mit dem bisherigen Namen und dem Zusatz ,by Thalia‘ weiter. Es gibt aber Standorte wie in Coesfeld, da existieren und funktionieren Thalia und ein Spielwarenfachgeschäft in der direkten Nachbarschaft“, sagt Heike Greiving, Inhaber des Dülmener Fachgeschäfts.<br />
Was die Auswirkungen von Thalia auf ihr Fachgeschäft sein werden?<br />
„Das kann man nicht sagen – und wir wissen ja auch noch nicht, welche Schwerpunkte die Dülmener Thalia-Filiale haben wird. Wir müssen es auf uns zukommen lassen“, sagt Heike Greiving, die seit dem Tod ihres Mannes vor 20 Jahren das 480 Quadratmeter große Fachgeschäft alleine führt – mit einem in der Regel zehnköpfigen Team.<br />
„Wir blicken hier auf 40-jährige Erfahrung und haben auch andere Situationen schon gemeistert: Als etwa die Drogerie Müller mit einer ziemlich großen Spielwarenabteilung in Dülmen aufmachte und im Weihnachtsgeschäft mit stark reduzierten Preisen handelte. Und wir haben uns immer dem Markt angepasst und beispielsweise – als sie aus der Mode kamen – Modelleisenbahnen aus dem Sortiment genommen. Wir bauen auf unsere langjährige Beratungskompetenz, auf unsere Stamm- und unsere Laufkundschaft, unseren gut angenommenen Online-Shop und können uns vorstellen, dass Konkurrenz das Geschäft auch zu guter Letzt belebt“, sagt die 63-jährige Geschäftsinhaberin.</p>
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		<title>Bücher-, Auto-, Hollandmeile</title>
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		<dc:creator><![CDATA[André Sommer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Sep 2026 03:05:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dülmen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dülmen. Am Samstag und Sonntag, 12. und 13. September, findet in Dülmen wieder der&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Dülmen. Am Samstag und Sonntag, 12. und 13. September, findet in Dülmen wieder der Kartoffelmarkt statt. Zwischen Marktplatz und Overbergplatz sowie in der Marktstraße und Viktorstraße erwartet die Besucherinnen und Besucher ein umfangreiches Angebot aus Handel, Kunsthandwerk und kulinarischen Angeboten. Rund 120 Aussteller und Händler sind in diesem Jahr dabei. Der Markt ist an beiden Tagen von 11 bis 18 Uhr geöffnet.<br />
Viele bekannte Anbieterinnen und Anbieter kehren dabei mit ihren Ständen nach Dülmen zurück. Angeboten werden unter anderem Dekorationsartikel, Kunsthandwerk, Lebensmittel und verschiedene Spezialitäten. Ergänzt wird der Markt am Samstag erstmals durch die Büchermeile auf der Coesfelder Straße. Die dortigen Buchhändler*innen und Anbieter*innen waren in den vergangenen Jahren entweder bei einem eigenständigen Termin oder beim früheren Samstagsmarkt vertreten. Nun ist die Büchermeile Teil des Kartoffelmarktes.<br />
Am Sonntag wird die Coesfelder Straße zur Hollandmeile. Niederländische Anbieterinnen und Anbieter bringen unter anderem Blumen, Käse, Wurst und weitere Spezialitäten mit. In der Marktstraße vor dem Viktor-Kirchplatz findet zudem die Automeile statt. Sechs Autohändler stellen dort ihre Fahrzeuge aus.<br />
Auch für Familien gibt es verschiedene Angebote. Auf dem Markt der Möglichkeiten entsteht an beiden Tagen eine Hüpfburgenlandschaft. Auf dem Kirchplatz kann Trampolin gesprungen werden, am Sonntag bietet das Bistro einsA zudem Waffeln an. Neu sind in diesem Jahr Rikscha-Fahrten, die Besucher von den umliegenden Parkplätzen zum Markt bringen. Die Fahrten müssen vorab gebucht werden (<a href="https://kalender.digital/b/8f6a4a1da212ae89/2424">Buchen</a>).<br />
Am Sonntag öffnen außerdem die Dülmener Geschäfte von 13 bis 18 Uhr. Für den Besuch des Kartoffelmarktes stehen damit nicht nur die Marktstände, sondern auch die Innenstadtgeschäfte zur Verfügung.</p>
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		<title>Pappeln am Waldweg gefällt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[André Sommer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Sep 2026 03:00:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dülmen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dülmen. Gut 20 alte Pappeln entlang des Waldwegs zwischen Ostdamm und Hülsenweg sind aus&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://duelmenplus.de/pappeln-am-waldweg-gefaellt/">Pappeln am Waldweg gefällt</a> erschien zuerst auf <a href="https://duelmenplus.de">DÜLMENplus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dülmen.</strong> Gut 20 alte Pappeln entlang des Waldwegs zwischen Ostdamm und Hülsenweg sind aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt worden.<br />
Am 29. Mai hatten stürmische Winde in dem Waldstück eine der wegbegleitenden Pappeln zu Fall gebracht. Eine weitere Pappel stürzte in benachbarte Bäume. Der Vorfall war Anlass, die übrigen Bäume entlang des stark frequentierten Waldwegs genauer zu untersuchen.<br />
Geprüft wurden knapp zwei Dutzend Pappeln auf einem etwa 100 bis 150 Meter langen Wegabschnitt. Die Bäume waren nach Angaben von Thomas Rövekamp, Leiter der Herzog von Croÿ‘schen Forstverwaltung, etwa 50 bis 60 Jahre alt, einige erreichten eine Höhe von knapp 30 Metern. Bei Klopfproben habe sich herausgestellt, dass sich unter den untersuchten Pappeln auch Bäume befanden, die im Inneren hohl waren.<br />
Daraufhin fiel die Entscheidung, sämtliche wegbegleitenden Pappeln in diesem Abschnitt zu entfernen. Gefällt wurden dabei auch Bäume, die sich noch in einem vergleichsweise guten Zustand befanden. Hintergrund war, dass sich mit der Entnahme einzelner Bäume auch die Bedingungen für die verbleibenden Pappeln verändert hätten. Ohne den Schutz und die Stützwirkung der Nachbarbäume wäre deren Standfestigkeit reduziert gewesen.<br />
Über eine Fällung der Pappeln war bereits vor rund 20 Jahren nachgedacht worden, so Thomas Rövekamp. Damals befanden sich die Bäume allerdings noch in einem so guten Zustand, dass auf die Maßnahme verzichtet wurde.<br />
Das bei den jetzigen Arbeiten angefallene Holz konnte weiterverwendet werden. Ein Teil eignete sich für die Herstellung von Holzpaletten – übriges Holz konnte als Energieholz genutzt werden.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>„Bei Temperaturen über 25 Grad Celsius kein Bewegungswettkampf!“</title>
		<link>https://duelmenplus.de/bei-temperaturen-ueber-25-grad-celsius-kein-bewegungswettkampf/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[André Sommer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Aug 2026 03:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dülmen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dülmen. Wenn das Thermometer immer höher steigt, vermeiden viele Menschen, schwer körperlich zu arbeiten&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://duelmenplus.de/bei-temperaturen-ueber-25-grad-celsius-kein-bewegungswettkampf/">„Bei Temperaturen über 25 Grad Celsius kein Bewegungswettkampf!“</a> erschien zuerst auf <a href="https://duelmenplus.de">DÜLMENplus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Dülmen. Wenn das Thermometer immer höher steigt, vermeiden viele Menschen, schwer körperlich zu arbeiten oder sich sportliche Höchstleistungen abzuverlangen. Viele meiden auch, bei heißem Wetter überhaupt viel draußen zu sein. Da stellt sich die Frage, wie Tiere und speziell Hunde heißes Wetter erleben – und wie man als Hundehalter bei heißem Wetter dem Tier gerecht wird. DÜLMENplus-Redakteur Reimund Menninghaus sprach darüber mit Tierheilpraktikerin und Hundephysiotherapeutin Steffi Seidler.</p>
<p>Aktuell sind die Temperaturen wieder weit über der Marke von 30 Grad Celsius. Was muss ich als Halter oder Halterin eines Hundes angesichts solcher Temperaturen beachten?</p>
<p>Steffi Seidler: Hunden machen hohe Temperaturen genau so zu schaffen wie uns Menschen – und oft sogar noch viel mehr. Denn Hunde können – anders als wir Menschen – ihre Körpertemperatur nicht durch Schwitzen regulieren. Wenn wir schwitzen, kann durch das Verdunsten der Flüssigkeit auf unserer Haut ein kühlender Effekt eintreten und uns vor Überhitzung schützen. Das können Hunde nicht: Sie schwitzen nicht und können Verdunstungsabkühlung nur durch Hecheln erzielen. Gerade einmal an ihren Pfoten können Hunde Schweiß absondern – die dort entstehende Verdunstung und Verdunstungsabkühlung ist jedoch nicht der Rede wert.</p>
<p>Was bedeutet dies für meinen Umgang mit meinem Hund?</p>
<p>Steffi Seidler: Ich muss meinen Hund immer im Auge behalten und mein Verhalten mit ihm nach den heißen Temperaturen richten. Das heißt, ich vermeide, dass sich der Hund zu stark in der Hitze bewegt. Denn dabei kann der Hund überhitzen – und die inneren Organe können Schaden nehmen. Es ist auch schon vorgekommen, dass ein Hund wegen zu viel Bewegung so überhitzt, dass er einen Hitzeschlag erleidet und verstirbt. Das sollte man als Hundehalter immer vor Augen haben. Ein triebstarker Hund bewegt sich einfach. Da muss der Hundehalter darauf achten, dass sich der Hund nicht übernimmt.</p>
<p>Mein Hund bewegt sich aber unheimlich gern.</p>
<p>Steffi Seidler: Am frühen Morgen, wenn die Temperaturen noch nicht so hoch sind, und am späten Abend kann man durchaus Bewegung mit dem Hund unternehmen, denn vor allem abends und nachts sind auch die natürlichen Vorfahren der Hunde, die Wölfe, aktiv. Mittagszeit ist dagegen eigentlich Verdauungszeit und von daher auch wegen dieses Aspekts nicht für Bewegung geeignet. Gemieden werden sollte auf jeden Fall heißer Asphalt. Der ist schlecht für die Hundepfoten und für den Temperaturhaushalt des Hundes. Vom Fahrradfahren mit dem Hund an der Leine im Sommer rate ich weitgehend ab – und bei Temperaturen über 25 Grad Celsius würde ich mit dem Hund vor allem an keinem Bewegungswettkampf teilnehmen.</p>
<p>Was sollte ich sonst noch beachten?</p>
<p>Steffi Seidler: Bei heißem Wetter ist es ganz besonders wichtig, dass Hunde genügend Wasser zum Trinken angeboten bekommen. Das kann man auch spielerisch tun – beispielsweise mit Eiswürfeln oder mit Schleckmatten. Oder man lässt den Hund Leckerchen aus dem Wasser holen. Dann erfolgt die Flüssigkeitsaufnahme unbewusst nebenbei.</p>
<p>Gibt es eigentlich Verhaltensweisen bei Hunden, die darauf hindeuten, dass es ihnen zu heiß ist?</p>
<p>Steffi Seidler: Durchaus gibt es so etwas. So legen sich Hunde, die nach Abkühlung suchen, gerne völlig flach auf den Boden. Wenn man dies sieht, kann man den Hund beim Abkühlen unterstützen und eine Wanne mit Wasser zur Verfügung stellen, in die der Hund springen kann.</p>
<pre>Wer einen Hund in einem aufgeheizten Fahrzeug entdeckt, sollte zunächst Ruhe bewahren und die Situation einschätzen. Wirkt das Tier stark erschöpft, hechelt es ungewöhnlich oder reagiert es kaum noch, empfiehlt die Polizei, sofort den Notruf 110 zu wählen und die Lage zu schildern. Bereits auf der Anfahrt versuchen die Beamten häufig, den Fahrzeughalter ausfindig zu machen und telefonisch zu erreichen.
Bleibt keine Zeit, auf die Polizei zu warten, kann in einer akuten Notlage auch ein Eingreifen durch Passanten gerechtfertigt sein. Das Einschlagen einer Autoscheibe bleibt zwar grundsätzlich eine Sachbeschädigung. War die Rettungsaktion jedoch notwendig, um das Tier vor einer konkreten Gefahr zu schützen, muss der Helfer in der Regel keine strafrechtlichen Folgen befürchten. Entscheidend ist immer der Einzelfall. Deshalb empfiehlt die Polizei, die Situation möglichst mit dem Handy zu dokumentieren oder Zeugen hinzuzuziehen.
Nach einem solchen Einsatz dokumentieren die Beamten genau, in welchem Zustand sich das Tier befand. Gegen den Hundehalter kann – je nach Schwere des Falls – ein Ordnungswidrigkeiten- oder sogar ein Strafverfahren nach dem Tierschutzgesetz eingeleitet werden.
Interessant: Nach Angaben der Polizei Coesfeld musste bislang nach Erinnerung der Pressestelle noch kein Hund durch Beamte aus einem überhitzten Auto befreit werden. Zwar gehen immer wieder entsprechende Hinweise ein, häufig können die Halter jedoch rechtzeitig erreicht werden. Zudem verfügen einige moderne Fahrzeuge inzwischen über einen sogenannten Hundemodus, der den Innenraum auch bei abgestelltem Fahrzeug klimatisiert. Dennoch gilt: Im Zweifel lieber einmal zu viel die Polizei informieren als einmal zu wenig.</pre>
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		<title>„Startschuss der NRW-Radtour in Dülmen wird eine Riesennummer“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[André Sommer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jul 2026 03:00:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dülmen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dülmen (as). An diesem Mittwoch und Donnerstag steht Dülmen im Mittelpunkt der diesjährigen NRW-Radtour&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://duelmenplus.de/startschuss-der-nrw-radtour-in-duelmen-wird-eine-riesennummer/">„Startschuss der NRW-Radtour in Dülmen wird eine Riesennummer“</a> erschien zuerst auf <a href="https://duelmenplus.de">DÜLMENplus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Dülmen (as). An diesem Mittwoch und Donnerstag steht Dülmen im Mittelpunkt der diesjährigen NRW-Radtour (DÜLMENplus berichtete). Vom 30. Juli bis 2. August machen sich 1.450 Radfahrerinnen und Radfahrer aus ganz Nordrhein-Westfalen von der Stadt aus auf den Weg. Die Veranstaltung findet in diesem Jahr zum 16. Mal statt. Aufgrund der Corona-Pause besteht die NRW-Radtour bereits seit 18 Jahren.<br />
Erstmals beginnt die Veranstaltung bereits am Vorabend mit einer öffentlichen Eröffnungsveranstaltung. Am Mittwoch, 29. Juli, lädt die WDR-4-„Disco 44“ ab 19 Uhr auf den Dülmen Beach ein. Die Veranstaltung richtet sich nicht nur an die Teilnehmenden der Tour, sondern ausdrücklich auch an Gäste aus Dülmen und der Umgebung. Der eigentliche Tourstart erfolgt am Donnerstag. Gegen 12 Uhr verlassen die Radfahrerinnen und Radfahrer den Parkplatz Nonnenwall und fahren über Lüdinghausen in Richtung Lünen, der ersten Etappe der mehrtägigen Rundfahrt. Weitere Stationen führen die Gruppe anschließend unter anderem nach Münster, bevor die Tour am Sonntag wieder in Dülmen endet.<br />
Bereits am Mittwoch reisen viele Teilnehmende an. Rund 300 von ihnen übernachten bereits in Dülmen. Nach Angaben von Dülmen Marketing sind sämtliche Hotelbetten in der Stadt belegt. Zusätzliche Schlafmöglichkeiten werden deshalb in der Sporthalle der Hermann-Leeser-Schule eingerichtet.<br />
Dülmen Marketing möchte den Aufenthalt nutzen, um die Gäste auf die Stadt als Ausflugs- und Urlaubsziel aufmerksam zu machen. Gemeinsam mit dem Freizeitbad düb, der Sauna-Insel und dem Ferienpark Dülmener See wurde dafür ein touristisches Begleitprogramm entwickelt. Unterstützt wird die Aktion zudem von örtlichen Unternehmen und Geschäften wie Ahlert.mode im Herzen, dem Eiscafé San Remo und Bücher Sievert, die sich mit Gutscheinen, einer Eis-Aktion und weiteren Angeboten beteiligen. „Wir möchten die Chance nutzen und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für Dülmen begeistern, damit sie möglichst noch einmal für eine Tagestour oder einen Radurlaub wiederkommen“, sagt Katrin Finn-Wedler von Dülmen Marketing.<br />
Da viele Teilnehmende mit dem Auto anreisen und ihre Fahrzeuge während der Tour in Dülmen stehen lassen, wurden zusätzliche Parkmöglichkeiten geschaffen. Nach Angaben der Stadt stehen dafür der Ascheplatz am Freizeitbad düb, die ehemalige Tankstellenfläche an der Münsterstraße, die vier hinteren Parkreihen am Marktkauf sowie der Parkplatz Hüttendyk zur Verfügung. Damit soll der zusätzliche Parkbedarf während der Veranstaltung aufgefangen werden.</p>
<p><em>Die Straße Nonnengasse sowie der anliegende Parkplatz Nonnengasse werden am Donnerstag, 30. Juli, von 6 bis ca. 13 Uhr gesperrt. Hier befindet sich der Start-Bereich. Der Parkplatz Hüttendyk wird von Donnerstag, 30. Juli, bis einschließlich Sonntag, 2. August, voll gesperrt. Hiervon betroffen ist auch der Abschnitt des Parkplatzes in Richtung Vorpark. Auf dem Parkplatz am düb werden die unteren drei Parkreihen abgesperrt. Weitere Straßensperrungen sind für die Tour nicht notwendig. </em></p>
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		<title>Brandschutzschau hat Schließung des Kolpinghauses zur Folge</title>
		<link>https://duelmenplus.de/brandschutzschau-hat-schliessung-des-kolpinghauses-zur-folge/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[André Sommer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jul 2026 13:01:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dülmen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dülmen. Die Stadt Dülmen schließt mit sofortiger Wirkung das Kolpinghaus. Grund für diesen Schritt:&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Dülmen. Die Stadt Dülmen schließt mit sofortiger Wirkung das Kolpinghaus. Grund für diesen Schritt: An dem 1951 erbauten Gebäude gibt es baurechtliche und brandschutztechnische Mängel, so dass ein weiterer Betrieb nicht möglich ist. Die Stadt hat am Dienstagabend Vereine und Mieter über den Schritt informiert und erste Lösungsvorschläge unterbreitet</p>
<p>„Das Kolpinghaus ist in die Jahre gekommen und hat das Ende seiner technischen Lebenszeit erreicht – das konnte vor Ort jeder sehen. Nachdem zuletzt bereits Nutzungseinschränkungen und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen notwendig waren, sind wir jetzt an einem Punkt, an dem ein weiterer Betrieb nach Abstimmung mit den Fachleuten leider nicht mehr zu verantworten ist“, sagt Stadtbaurat Markus Mönter.<br />
Den letztendlichen Ausschlag für die Schließung gab eine am 29. Juni durchgeführte Brandverhütungsschau auf Grundlage des Gesetzes über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz NRW (BHKG NRW). Diese Prüfung hatte das Ziel, mögliche brandschutztechnische Defizite aufzudecken und Gefahrenstellen zu bewerten. Die jetzt vorliegenden Ergebnisse fallen deutlich aus: Festgestellt wurden Mängel, die einen sicheren Betrieb der Veranstaltungsstätte nicht mehr zulassen. „Wir haben einen Betrieb im Kolpinghaus ermöglicht, so lange es vertretbar war. Jetzt aber besteht akuter Handlungsbedarf, das belegen die Ergebnisse der Prüfung eindeutig“, erläutert Mönter.</p>
<p>Neben umfangreichen Maßnahmen, um die Anforderungen des Brandschutzes zu erfüllen, wären auch weitergehende bauliche Arbeiten im Gebäude erforderlich: Beispielsweise sind die Decken in einem so schlechten Zustand, dass eine vollständige Erneuerung notwendig wäre.<br />
Auch die Elektrik im Haus ist aufgrund ihres Alters extrem störungsanfällig – was zuletzt in der vergangenen Woche deutlich wurde. Ausgelöst durch einen Defekt der Elektroverteilung funktionierte im gesamten Gebäude der Strom nicht mehr.<br />
Aufgrund des Alters des Gebäudes sind derartige Sanierungsarbeiten jedoch nicht wirtschaftlich und mit Blick auf die Haushaltssituation der Stadt auch nicht darstellbar. Deshalb prüft die Stadt aktuell, wie mit dem Grundstück und dem Gebäude weiter verfahren werden soll. Eine denkbare Option wäre beispielsweise eine sogenannte Konzeptvergabe, bei der dann potentielle Investoren ihre Pläne für das Grundstück einreichen könnten.<br />
Das Kolpinghaus befindet sich seit 1978 im Eigentum der Stadt. Es wurde zuletzt durch den Schachverein, das PerFlu-Orchester, das plattdeutsche Theater der KLJB sowie durch die Volkshochschule (VHS) genutzt. Der große Saal ist zudem für Veranstaltungen mietbar, ebenso die Kegelbahnen. Zudem findet hier alle zwei Jahre das Kolpingschützenfest statt. Die Stadt hat die betroffenen Vereine am Dienstagabend über die Schließung informiert und auch erste Vorschläge für Ausweichmöglichkeiten unterbreitet. „Für die Vereine ist die Schließung eine immens bittere Nachricht, die sie jedoch mit viel Verständnis aufgenommen haben. Dafür bin ich sehr dankbar. Gemeinsam möchten wir nun überlegen, wie die Proben, Vorführungen und weiteren Veranstaltungen in anderen Räumlichkeiten und an anderen Orten stattfinden können. Das hat aktuell oberste Priorität“, sagt Bürgermeister Carsten Hövekamp. Nach der ersten Information am Dienstagabend wird es mit den Nutzern jetzt einen fortlaufenden, vertraulichen Dialog geben, um gute Lösungen für die anstehenden Veranstaltungen zu finden.<br />
Das Hauptgebäude des Kolpinghauses wurde 1896 erbaut, 1929 erfolgte der Anbau des Bühnenhauses. Im zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude dann bis auf die Grundmauern zerstört. Der Wiederaufbau begann 1951 an gleicher Stelle. 1963 folgte die Errichtung der Kegelbahn sowie ein Küchenanbau. 1978 ging das Gebäude in das Eigentum der Stadt Dülmen über. Der Parkplatz und die Außenanlagen wurden 1987 angelegt. Im selben Jahr wurde das 1. Obergeschoss zu einer Begegnungsstätte umgebaut.</p>
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		<title>Der nächste Schritt bei Schalke 04</title>
		<link>https://duelmenplus.de/der-naechste-schritt-bei-schalke-04/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[André Sommer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Jul 2026 03:20:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dülmen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dülmen. Als Max Lennartz vier Jahre alt war, bekam er von seiner Patentante ein&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Dülmen. Als Max Lennartz vier Jahre alt war, bekam er von seiner Patentante ein Paar Fußballschuhe geschenkt – heute kickt er für den FC Schalke 04. Seit 2022 spielt der heute 17-Jährige aus Dülmen in der renommierten Knappenschmiede des FC Schalke 04 und hat frisch den Sprung in die U19 des Traditionsvereins geschafft.</p>
<p>„Eigentlich fing alles mit diesen Fußballschuhen an“, erzählt Max und lacht. Seitdem hat ihn der Fußball nicht mehr losgelassen. Seine ersten Schritte auf dem Platz machte der Dülmener bei der TSG Dülmen. Dort spielte er bis zur D-Jugend, bevor er für ein Jahr zu GW Nottuln wechselte. Parallel gehörte er bereits dem Stützpunkt an und spielte für die Westfalenauswahl. Der entscheidende Moment sollte dann während eines Bezirksligaspiels gegen Preußen Münster kommen. „Nach dem Spiel wurde ich von Schalke angesprochen und zum Probetraining eingeladen“, erinnert sich Max.<br />
Was folgte, waren zwei intensive Trainingseinheiten auf dem Vereinsgelände der Königsblauen – und schließlich die erlösende Nachricht. „Das war einfach komplett surreal. Allein das Probetraining auf dem Schalker Gelände war schon kaum zu fassen“, hat er den Moment immer noch gut vor Augen. „Es dann tatsächlich geschafft zu haben war schon ein sehr cooles Gefühl.“ Im Sommer 2022 wechselte er schließlich in die U14 des FC Schalke 04. Mittlerweile geht der Dülmener in seine fünfte Saison bei den Königsblauen und läuft seit Sonntag für die U19 auf. Dabei musste sich Max von Beginn an gegen starke Konkurrenz behaupten. „Natürlich können dort alle Fußball spielen. Aber ich habe einfach alles gegeben und immer daran geglaubt.“<br />
Seine Fußballkarriere begann Max als klassischer Stürmer. Mit der Zeit veränderte sich jedoch seine Rolle auf dem Platz. Aufgrund seiner Schnelligkeit wurde er zunächst häufiger auf dem Flügel eingesetzt. Heute spielt er überwiegend als Rechtsverteidiger. Doch nur auf Defensive beschränken, das passt nicht zu ihm. „Ich habe immer den Drang nach vorne und möchte das Offensivspiel mitgestalten“, sagt er. Trotzdem legt er dabei großen Wert darauf, seine Defensivaufgaben nicht zu vernachlässigen. Sein großes Vorbild auf dieser Position ist der marokkanische Nationalspieler Achraf Hakimi. „Vom Spielertyp passt er genau zu meiner Art, Fußball zu spielen.“ Neben seiner Geschwindigkeit zählen vor allem seine Athletik, Ausdauer und Robustheit zu seinen größten Stärken.<br />
Wer glaubt, Nachwuchsfußball auf diesem Niveau sei nur „glamourös“, bekommt von Max schnell einen realistischen Einblick. Der Schüler des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums verbringt sechs Tage pro Woche auf dem Fußballplatz. Fünf Trainingseinheiten und ein Spiel stehen normalerweise auf dem Programm. Nur mittwochs ist fußballfrei. „Ich habe oft bis 16 Uhr Schule und um 16.30 Uhr ist dann schon der Fahrdienst da. Zuhause bin ich meistens erst gegen 21.30 Uhr.“ Die Zeit im Fahrdienst nutzt er häufig, um für Klausuren oder Vokabeln zu lernen. Seine Tage sind bis ins Detail geplant. „Das ist natürlich schon viel alles, aber es klappt trotzdem ganz gut. Die Schule unterstützt mich dabei wirklich sehr gut!“ Wenn er abends nach Hause kommt, läuft häufig noch die Champions League im Fernsehen. Ansonsten geht es früh ins Bett, denn der nächste Tag wartet bereits. Mittwochs genießt Max die wenigen freien Stunden. Dann stehen meist Freunde und Familie im Mittelpunkt.<br />
Überhaupt spielt sein Umfeld eine zentrale Rolle auf seinem Weg. Ob Eltern, Großeltern oder Freunde – sie begleiten ihn seit Jahren bei nahezu jedem Spiel. Besonders in schwierigen Phasen sei diese Unterstützung unbezahlbar. „Wenn es mal nicht so lief oder nach bitteren Niederlagen bauen sie mich immer wieder auf“, sagt Max dankbar. „Aber auch die Bereitschaft, für Auswärtsspiele etliche Kilometer auf sich zu nehmen, ist nicht selbstverständlich.“ Immer wieder seien seine Eltern oder Großeltern spontan eingesprungen, wenn beispielsweise die Bahn gestreikt habe.<br />
An manchen Wochenenden fährt die Mannschaft nach dem Samstagstraining direkt zu Auswärtsspielen und Max ist erst Sonntagabend wieder zurück in Dülmen. „Ohne meine Familie wäre vieles gar nicht möglich.“<br />
Als kleiner Junge schlug sein Fußballherz übrigens noch für den FC Bayern München. Doch die Jahre auf Schalke haben ihre Spuren hinterlassen. „Ich bin in den Verein hineingewachsen“, erzählt er. Die vielen Stadionbesuche, die tägliche Arbeit im Nachwuchsleistungszentrum und die wertschätzende Betreuung hätten dafür gesorgt, dass Schalke inzwischen einen besonderen Platz in seinem Herzen einnimmt. Vor allem die Jugendarbeit beeindruckt ihn. „Die Knappenschmiede ist seit Jahren ein etablierter Ort für Talente. Dazu steht Schalke für Tradition und ist einer der größten Vereine Europas.“<br />
Trotz aller Ambitionen bleibt Max bodenständig. Für die Zukunft hat er einen klaren Wunsch. „Das Wichtigste ist, dass ich gesund bleibe und von großen Verletzungen verschont werde.“ Was danach komme, werde sich zeigen. Er wolle einfach so lange wie möglich auf diesem Niveau Fußball spielen. Gleichzeitig denkt der Gymnasiast bereits an die Zeit nach der Schule. Noch zwei Jahre liegen bis zum Abitur vor ihm. „Danach könnte ich mir vorstellen, ein Studium zu beginnen.“ Einen Plan B hat der Dülmener also längst in der Tasche.<br />
Und wie beantwortet jemand, der fast sein gesamtes Leben dem Fußball widmet, die wohl berühmteste Frage der Fußballwelt? Messi oder Ronaldo? Für Max gibt es dabei keine Diskussion. „Cristiano Ronaldo.“ Dabei gehe es ihm weniger um Titel oder Statistiken, sondern um die Einstellung des Portugiesen. „Da kann sich jeder eine Scheibe von abschneiden – und das versuche ich auch.“ Vor jedem Spiel hat Max übrigens noch ein kleines Ritual. Auf dem Weg ins Stadion hört er Musik – ganz unterschiedliche Genres. Kurz bevor es auf den Platz geht, folgt dann ein Moment der Ruhe. Vielleicht ist es genau diese Mischung aus Ehrgeiz, Bodenständigkeit und Dankbarkeit, die Max Lennartz auf seinem bisherigen Weg so weit gebracht hat. Und wer weiß: Vielleicht führen ihn die Fußballschuhe seiner Patentante eines Tages noch ein Stück weiter.</p>
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		<title>Die Villa Ostrop bleibt erhalten</title>
		<link>https://duelmenplus.de/die-villa-ostrop-bleibt-erhalten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Reimund Menninghaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2026 03:00:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dülmen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dülmen. Seit rund 90 Jahren präsentiert sich die Villa Ostrop an der Coesfelder Straße&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://duelmenplus.de/die-villa-ostrop-bleibt-erhalten/">Die Villa Ostrop bleibt erhalten</a> erschien zuerst auf <a href="https://duelmenplus.de">DÜLMENplus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dülmen.</strong> Seit rund 90 Jahren präsentiert sich die Villa Ostrop an der Coesfelder Straße 39 vom Erscheinungsbild weitgehend so wie gegenwärtig. Und das wird das Gebäude auch künftig. Denn Richard Dammann wird mit seinem Architektur-Büro dort einziehen und damit das Haus erhalten.</p>
<p>„Wir werden die Photovoltaikplatten vom Dach nehmen und das Dach neu mit Photovoltaik-Dachpfannen eindecken lassen“, erklärt Richard Dammann. Die Kunststoff-Fenster wurden ausgebaut – eingebaut wurden neue Holzrahmenfenster mit Dreifachverglasung. „Damit greifen wir die Holzfenster im Wohnzimmer auf“, so Dammann. Die Edel-Kratzputz-Fassade ohne Farbanstrich, die seit 90 Jahren die Außenwand des Hauses prägt, wird gesäubert. „Die schadhaften Stellen werden wir natürlich nacharbeiten“, so Dammann.<br />
Damit bleibt ein historisches Gebäude Dülmens gut erhalten. „Ursprünglich errichtet wurde das Haus 1860/1870 im Zuckerbäcker-Stil – also mit zahlreichen Dekorationselementen in der Fassade“, erläutert Richard Damman. Einen Eindruck davon vermittelt eine Glasmalerei im runden Fenster im Treppenhaus des Gebäudes.<br />
Später erhielt das Haus mit Dr. Bernhard Ostrop einen neuen Eigentümer. „Er beauftragte den Architekten, der auch die Kirche in Merfeld gebaut hat, damit, Anbauten an das Haus zu setzen und die Zierelemente draußen am Haus – den Plunder – zu entfernen. Nach außen hin sollte das Haus gemäß der neuen Sachlichkeit gestaltet werden. Damit positionierte sich der Bauherr gegen den NS-Zeitgeist, der das Bauhaus verboten hatte.“ Der praktische Arzt Dr. Ostrop, der bis 1975 praktizierte, hatte im Erdgeschoss ein Wartezimmer, ein Behandlungszimmer und ein Zimmer mit Bestrahlungstechnik. Die anderen Räume im Erdgeschoss waren der Tagesbereich für die Familie – und im Obergeschoss waren ein Badezimmer und mehrere Schlafzimmer, unter anderem für die drei Kinder von Dr. Ostrop. Im Dachgeschoss war Unterkunft für die Hausangestellten.<br />
Im Keller wurde im Anbaubereich eine Tiefgarage eingebaut. „Als Arzt musste man ja auch im Winter mobil sein“, so Richard Dammann. Im Garten steht noch heute ein kleines gemauertes vieleckiges Häuschen. Dieses Entenhäuschen stand an einem Teich, der später zugeschüttet wurde. „Hier im Garten lief früher auch die Tiber her, die dann verrohrt wurde“, so Dammann.<br />
Ursprünglich gehörte auch der heutige Stadtpark An den Wiesen zum Grundstück der Villa Ostrop. Durch Verkauf an die Stadt Dülmen Anfang der 1980er Jahre verkleinerte sich das Grundstück der Villa Ostrop auf rund 2.300 Quadratmeter.<br />
Das Areal wurde gut gepflegt. Fotograf Helmut Kleimann nutzte den Garten für Hochzeitsfotos. Seine Frau, Tochter von Dr. Bernhard Ostrop, hatte die Villa Ostrop geerbt.<br />
Weil die Villa Ostrop im Zweiten Weltkrieg nicht zerstört wurde, diente sie eine Zeitlang auch als Krankenhaus, als das Franz-Hospital im Zweiten Weltkrieg erhebliche Bombardierungs-Schäden davontrug.</p>
<p><strong>26. Juli 11 bis 16 Uhr </strong><br />
<strong>Tag der offenen Baustelle</strong></p>
<p>Nun wird die Villa Ostrop also Architektur-Büro.<br />
Dahinter werden, zum Stadtpark hin, zwei neue Gebäude errichtet.<br />
„Jedes der Gebäude erhält drei sehr hochwertige Eigentumswohnungen zwischen 100 und 130 Quadratmetern Größe – der Quadratmeterpreis wird recht weit jenseits der 5.000 Euro liegen“, erklärt Bauherr Martin Dreinemann, der aus Coesfeld Erfahrungen mit solcher Art sehr hochwertiger Immobilien hat. „Die Lage hier ist einmalig“, sagt der 65-jährige Garten- und Landschaftsbauer. Der Baustart ist für das kommende Jahr geplant.<br />
Architekt Richard Dammann plant eine recht zügige Herrichtung der Villa Ostrop. „Ich bin gut zufrieden, wenn ich Ende des Jahres drin bin“, sagt der 59-Jährige, der zu Sonntag, 26. Juli, 11 bis 16 Uhr, zu einem Tag der offenen Baustelle einlädt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://duelmenplus.de/die-villa-ostrop-bleibt-erhalten/">Die Villa Ostrop bleibt erhalten</a> erschien zuerst auf <a href="https://duelmenplus.de">DÜLMENplus</a>.</p>
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