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	<title>Auswahl der Redaktion Archive - DÜLMENplus</title>
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	<description>Die Website der Wochenzeitung DÜLMENplus</description>
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		<title>Die Antwort auf „Was essen wir heute?“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[André Sommer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Sep 2026 03:06:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auswahl der Redaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Dülmen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von André Sommer Dülmen/Gladbach. Wer selbst eine Familie mit kleinen Kindern hat, kennt diese&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://duelmenplus.de/die-antwort-auf-was-essen-wir-heute/">Die Antwort auf „Was essen wir heute?“</a> erschien zuerst auf <a href="https://duelmenplus.de">DÜLMENplus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Von André Sommer</p>
<p>Dülmen/Gladbach. Wer selbst eine Familie mit kleinen Kindern hat, kennt diese Frage. Sie taucht zuverlässig auf, meistens dann, wenn man sie eigentlich gerade nicht gebrauchen kann: Was gibt es heute zu essen? Im besten Fall ist die Antwort längst geklärt. Die Einkäufe sind gemacht, der Wochenplan hängt vielleicht sogar am Kühlschrank und jeder weiß, was wann auf den Tisch kommt. Im weniger guten Fall steht man irgendwann im Supermarkt und versucht sich zwischen Nudeln, Gemüse und Tiefkühlpizza daran zu erinnern, was die Familie in den vergangenen Tagen eigentlich schon gegessen hat.</p>
<p>Bei Dennis Göntgens und seiner Familie war das nicht anders. Der 42-Jährige ist in Dülmen geboren und aufgewachsen, lebt inzwischen mit seiner Frau Svenja und den beiden Töchtern, sechs und zwei Jahre alt, in Mönchengladbach. Beruflich arbeitet er im Marketing bei Vodafone. Das Familienleben mit kleinen Kindern ist für ihn also vor allem eines: ganz normaler Alltag.<br />
Dann kam ein Samstagabend, Monate nachdem die jüngere Tochter geboren worden war. Svenja war zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder allein unterwegs. „Mama geht tanzen“ hieß die Veranstaltung, zu der sie in Gladbach gegangen war. Die Kinder waren im Bett, Dennis hatte es sich auf dem Sofa gemütlich gemacht. Eigentlich sollte jetzt ein ruhiger Abend mit Netflix folgen.<br />
Stattdessen begann sein Kopf zu arbeiten. Nicht über die Arbeit und auch nicht über irgendein großes Problem. Es ging um die kommende Woche. Dienstag war Sport. Donnerstag hatte die Kita geschlossen. Samstag sollte das Wetter gut werden, also wollte die Familie grillen. Dazu kamen die ganz normalen Fragen, die sich bei einer Familie mit kleinen Kindern eben noch stellen: Wer ist wann zu Hause? Wer isst mit? Was mögen die Kinder? Was haben die Erwachsenen vielleicht gerade Lust zu essen? Und was passt überhaupt noch zu dem, was in den vergangenen Tagen auf dem Tisch stand?<br />
Aus all diesen kleinen Informationen entstand in seinem Kopf plötzlich ein ziemlich kompliziertes Geflecht. Fast so, als würde er einen Kriminalfall lösen.<br />
Und dann kam der Gedanke: Gibt es dafür eigentlich keine App? Dennis begann zu suchen. Die Ernüchterung folgte schnell. Es gab jede Menge Apps, die Rezepte lieferten. 500 Vorschläge, 1000 Vorschläge, noch mehr. Aber die eigentliche Arbeit blieb beim Nutzer: auswählen, überlegen, planen. Andere Angebote gingen stärker auf Ernährungstrends ein oder waren einfach kompliziert oder zu teuer. Und dann waren da Anbieter wie HelloFresh, bei denen die Zutaten gleich mitgeliefert werden. Praktisch, sicher – aber für eine Familie mit wechselnden Plänen auch ziemlich unflexibel.<br />
Was Dennis suchte, war etwas anderes. Eine App, die nicht einfach fragte: „Was möchtest du kochen?“, sondern die Gegenfrage stellte: „Wie sieht deine Woche aus – und was passt dazu?“</p>
<p><strong>Aus einer Idee wurde eine eigene App</strong></p>
<p>Also beschloss er, sie selbst zu bauen. Ganz ohne großen Geschäftsplan. Dennis hatte durch seinen Beruf bereits ein wenig Erfahrung mit Programmieren und dachte sich zunächst nur: Ich lese mich ein und schaue, was dabei herauskommt. Aus dem ersten Gedanken auf dem Sofa wurde ein Projekt. Und irgendwann war daraus eine App geworden.<br />
Dabei blieb es nicht lange bei Dennis allein. Seine Frau Svenja ist Grafikdesignerin und war von der Idee sofort angetan. Sie brachte ihr Wissen und ihre gestalterischen Fähigkeiten ein, während Dennis sich immer tiefer in die technische Seite einarbeitete. Wochen vergingen. Aus einer Idee wurde ein Konzept – und aus dem Konzept eine immer umfangreichere Anwendung.<br />
Und wie das bei einem Projekt passiert, das man zunächst für den eigenen Alltag entwickelt, kamen ständig neue Gedanken dazu.<br />
Freunde und Verwandte wurden dabei schnell zu einem wichtigen Testpublikum. „Denkt an die Allergene, bloß keine Rezepte mit Erdnüssen“, hieß es etwa. Oder: „Ich mag keine Tomaten.“ Dennis‘ Antwort darauf war sinngemäß: Dann müssen diese Gerichte eben rausgenommen werden können. Solche Rückmeldungen flossen direkt in die Entwicklung ein. Wer bestimmte Zutaten nicht essen oder schlicht nicht auf dem Teller haben möchte, kann sie hinterlegen – die entsprechenden Gerichte werden bei den Vorschlägen herausgefiltert.<br />
Auch ein digitaler Einkaufswagen kam dazu. Wer sich für die Gerichte der kommenden Tage entscheidet, soll nicht anschließend noch einmal jede Zutatenliste abschreiben müssen. Die benötigten Lebensmittel werden gesammelt und können für den nächsten Einkauf übernommen werden.</p>
<p><strong>Dealish reagiert auf die jeweiligen Umstände</strong></p>
<p>Der eigentliche Kniff von „Dealish“, so der Name der App, liegt aber noch etwas tiefer. Die App soll nicht nur wissen, was jemand grundsätzlich mag oder nicht mag. Sie soll möglichst genau erfassen können, wer gerade mitisst und welche Situation an diesem Tag überhaupt vorliegt.<br />
Dennis selbst isst beispielsweise gerne asiatisch und mediterran. Das ist eine Information. Ob an einem bestimmten Tag aber zwei Erwachsene oder zusätzlich zwei kleine Kinder am Tisch sitzen, ist eine andere. Ob nach dem Sport ein etwas anderes Essen gefragt ist, ebenfalls. Vielleicht ist gerade wenig Zeit. Vielleicht soll es etwas Einfaches sein. Vielleicht ist ein Gericht mit etwas mehr Aufwand am Wochenende genau richtig.<br />
Auch Menschen, die bestimmte Lebensmittel aus religiösen Gründen, aus Überzeugung oder schlicht wegen persönlicher Abneigung vermeiden, sollen ihre Vorgaben hinterlegen können.<br />
Und dann gibt es noch die ganz banale Familienrealität: Kinder haben manchmal andere Vorstellungen davon, was ein gutes Abendessen ist als ihre Eltern.<br />
Deshalb gehören auch Pfannkuchen mit Apfelmus zum Prinzip. Genauso wie Nudeln mit Tomatensoße, Pommes oder Pizza. Comfort Food ist ausdrücklich erlaubt. Die App will schließlich keinen Ernährungsratgeber spielen, der einer Familie erklärt, was sie eigentlich essen sollte.<br />
Gleichzeitig sollen die Vorschläge nicht nach zehn Tagen langweilig werden. Neben bekannten Gerichten finden sich deshalb auch weniger geläufige internationale Speisen. Die Idee dahinter: möglichst abwechslungsreich kochen, ohne dafür exotische Zutaten kaufen oder einen halben Nachmittag in der Küche verbringen zu müssen.<br />
Ein Gericht gefällt nicht? Dann wird es abgelehnt und ein anderes vorgeschlagen. Genau hier kommt eine weitere Besonderheit ins Spiel: Dealish lernt mit der Zeit dazu. Wenn ein Nutzer ein Gericht ablehnt, bleibt es nicht einfach bei einem anonymen „Nein“. Dealish erkennt die Vorlieben und berücksichtigt dabei nicht nur einzelne Lieblingsgerichte, sondern auch ganze Gerichtstypen. Man mag Pasta oder Suppen? Dann werden passende Angebote gezielt priorisiert. Gleichzeitig fließt auch die Jahreszeit mit ein: Im Sommer können andere Gerichte im Fokus stehen als im Winter. Wenn zwei Erwachsene und zwei Kinder am Tisch sitzen, können die Vorschläge anders aussehen als an einem Abend, an dem nur die Eltern essen.<br />
Die App versucht also nicht, eine Familie in ein festes Ernährungsschema zu pressen. Sie soll sich möglichst gut an deren Alltag anpassen. Auch optisch hält sich die App bewusst zurück. Kein überladenes Menü, kein digitales Kochbuch mit hundert Funktionen, die am Ende niemand braucht. Die Gestaltung soll übersichtlich bleiben. Im Mittelpunkt steht das, worum es eigentlich geht: das Essen.</p>
<p><strong>Kostenfreie App mit Zusatzfunktionen</strong></p>
<p>Inzwischen ist Dealish kostenlos in den gängigen App-Stores erhältlich. Wer mehr Individualisierung möchte, kann auf eine kostenpflichtige Variante zurückgreifen. Dort lässt sich beispielsweise genauer festlegen, ob gerade Kraft- oder Ausdauertraining im Mittelpunkt steht und ob entsprechend eher der Protein- oder Kohlenhydratanteil eine Rolle spielen soll. Für diese Funktionen hat Dennis sich auch mit sportwissenschaftlichen Erkenntnissen beschäftigt.<br />
In der kostenpflichtigen Version lassen sich außerdem Lieblingsgerichte speichern. Werden später neue Vorschläge gesucht, können diese gespeicherten Favoriten als Alternative auftauchen.<br />
Dass Dennis irgendwann eine fertige App in den Händen halten würde, war an jenem Abend auf dem Sofa allerdings noch nicht absehbar. Eigentlich wollte er nur herausfinden, warum es offenbar keine Anwendung gab, die sein ganz persönliches „Was essen wir nächste Woche?“ vernünftig lösen konnte.<br />
Heute benutzt er Dealish selbst. Und fertig ist das Projekt trotzdem nicht. Weitere Rezepte kommen hinzu, Funktionen werden verändert, Ideen ausprobiert und wieder verworfen. Schließlich kennt Dennis das Problem, das hinter der App steckt, weiterhin aus eigener Erfahrung.<br />
Nur dass die Frage inzwischen etwas anders beantwortet wird. Was gibt es heute zu essen? Vielleicht weiß es <a href="https://dealish.de/">Dealish</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://duelmenplus.de/die-antwort-auf-was-essen-wir-heute/">Die Antwort auf „Was essen wir heute?“</a> erschien zuerst auf <a href="https://duelmenplus.de">DÜLMENplus</a>.</p>
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		<title>Mit Essiggurkeneis zum TikTok-Star</title>
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		<dc:creator><![CDATA[André Sommer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Sep 2026 06:01:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auswahl der Redaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Dülmen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von André Sommer Dülmen. Der gebürtige Dülmener Bernhard Schreiber hat inzwischen mehr als 176.000&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://duelmenplus.de/mit-essiggurkeneis-zum-tiktok-star/">Mit Essiggurkeneis zum TikTok-Star</a> erschien zuerst auf <a href="https://duelmenplus.de">DÜLMENplus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Von André Sommer</p>
<p>Dülmen. Der gebürtige Dülmener Bernhard Schreiber hat inzwischen mehr als 176.000 Follower auf TikTok, wo er sich „la_bernhard“ nennt. Seine Spezialität: Essen, das man entweder unbedingt probieren oder besser weiträumig meiden sollte. Vor allem aber kommt seine Art an. Die Leute schauen längst nicht mehr nur wegen des Essens zu.</p>
<p>„Ich bin 29. Für immer.“ Das steht in seinem Profil. Die Erklärung dazu ist denkbar einfach: Eigentlich hätte Schreiber während der Corona-Zeit 30 werden müssen. Sein Geburtstag fiel damals aus. Also ist er für sich eben bei 29 geblieben. Problem gelöst.<br />
Aber von vorne: TikTok ist eine Internetplattform, auf der vor allem kurze Videos angeschaut und selbst veröffentlicht werden. Wer regelmäßig solche Videos produziert, wird oft als „Content Creator“ bezeichnet – also jemand, der Inhalte für andere erstellt. Schreiber macht das inzwischen ziemlich erfolgreich. Auf TikTok folgen ihm unter dem Namen „la_bernhard“ aktuell rund 176.000 Menschen, seine Videos haben mehr als 5,8 Millionen Likes gesammelt. Auch bei Instagram ist er aktiv, da ist sein Wachstum aber noch langsamer.<br />
Einen großen Plan hatte er eigentlich nicht. „Ich habe schon immer mal mit Social Media herumexperimentiert“, erzählt Schreiber. Mal hier ein kleines Video, mal dort ein Clip. Dann filmte er irgendwann, wie er seinen geliebten Tortellini-Salat zubereitete, und stellte das Video bei TikTok ein. Kurz darauf war es mehr als 100.000 Mal angesehen worden.<br />
Bernhard wusste selbst nicht, warum ausgerechnet dieses Video so gut lief. Aber die mehr als 100.000 Aufrufe machten ihn neugierig. Und weil er Essen liebt, stand die Richtung schnell fest. Er wollte Food-Content machen, also Videos rund ums Essen. Nicht nur Rezepte, sondern vor allem Tests. Also fing er an, Lebensmittel zu probieren und auf einer Skala von eins bis zehn zu bewerten. Das gab es bei TikTok natürlich schon. Schreiber machte daraus seine eigene Version. Er redete nicht nur über das Essen – er besorgte es, bereitete es zu und probierte es vor laufender Kamera.</p>
<p>Bohneneis, Spülwasser<br />
und Gurkenwasser</p>
<p>Zum Beispiel Eis: In einem seiner erfolgreichsten Videos nahm er sich „außergewöhnliche Eissorten“ vor. Bohneneis war dabei. Gefrorenes Spülwasser ebenfalls. Und dann Essiggurkeneis – inklusive Gurkenwasser. Ausgerechnet das wurde sein Favorit. Das Video wurde inzwischen rund 2,7 Millionen Mal angesehen.<br />
Pizza mit Bohnen und Spiegelei folgte, dazu weitere ungewöhnliche Kombinationen und immer wieder Lebensmittel-Trends, die gerade durchs Internet geisterten. Aus wenigen Followerinnen und Follower wurden immer mehr. Irgendwann kamen die Leute nicht mehr nur wegen des Essens. Sie wollten wissen, was Bernhard als Nächstes macht.<br />
Seine Videos sind schnell geschnitten, spontan und meistens mit dem Smartphone aufgenommen. Perfekt muss dabei nichts sein. „Das passt ganz gut zu meinem Leben“, sagt Schreiber und lacht. Wenn ihm etwas einfällt, kann er es direkt aufnehmen.<br />
Deshalb landet bei „la_bernhard“ auch einmal ein Besuch auf dem Wertstoffhof. Oder ein Ikea-Einkauf, bei dem zwischen Matratzenkauf und Einkaufswagen-Schieben noch schnell das Essen bewertet wird. Dazu kommen wiederkehrende Elemente wie sein „Unangenehm“ oder der Flirt mit einem Hähnchenverkäufer.<br />
Viele seiner Followerinnen und Follower kennen ihn inzwischen so gut, dass sie an der Stimmung eines Videos merken, wenn etwas anders ist. Dann kommen entsprechende Kommentare. Schreiber liest sie und antwortet, wenn er die Zeit dafür hat. Kürzlich war er sogar abends auf Instagram unterwegs und tauschte Sprachnachrichten mit Menschen aus, die er vorher überhaupt nicht kannte. „Das war schon anstrengend“, erzählt er. Gleichzeitig habe er den Abend als aufregend und schön empfunden.</p>
<p>Von der Kita ins Büro –<br />
und vor die Kamera</p>
<p>Sein eigentliches Berufsleben sah lange ganz anders aus. Schreiber ist staatlich anerkannter Erzieher und Fachwirt für Kita- und Hortmanagement. Seit 2012 arbeitet er im Kita-Verbund St. Viktor Dülmen, seit 2018 leitete er das Familienzentrum St. Anna. Das hat sich inzwischen geändert. Auf eigenen Wunsch arbeitet er dort nur noch zweimal pro Woche administrativ im Büro im einsA.<br />
Die Arbeit mit Kindern hat er deshalb nicht aufgegeben. Aber inzwischen gibt es da noch diesen anderen Teil seines Lebens, der plötzlich ziemlich groß geworden ist. Mit seinen Videos verdient Schreiber mittlerweile Geld. Unternehmen bezahlen ihn für gekennzeichnete Kooperationen. Außerdem können erfolgreiche TikTok-Videos unter bestimmten Voraussetzungen über das sogenannte Creator-Rewards-Programm vergütet werden. Dafür müssen unter anderem bestimmte Anforderungen an Account, Inhalte und Aufrufe erfüllt sein.<br />
Bemerkenswert findet Schreiber vor allem, wer ihm folgt: Besonders viele seiner Followerinnen sind zwischen 45 und 65 Jahre alt – schließlich wird TikTok vor allem mit jüngeren Menschen verbunden. Die Plattform ist inzwischen aber längst in verschiedenen Altersgruppen angekommen.<br />
Geld und Reichweite sind für Schreiber aber nicht der einzige Grund, warum er so viel Zeit in seine Videos steckt. Er spricht offen darüber, dass sie für ihn auch etwas mit seiner eigenen Geschichte zu tun haben. Als Kind der 90er sei ein Outing nicht unbedingt einfach gewesen. Heute kann er vor der Kamera ganz selbstverständlich zeigen, wer er ist. Das empfindet er als befreiend.<br />
Trotzdem zeigt er nicht alles. Bernhard kann nach eigener Einschätzung ziemlich gut unterscheiden, was in seine Videos gehört und was privat bleiben soll. Auch die Trennung von seinem Ehemann kommentiert er deshalb nicht öffentlich. „Das hat in der Öffentlichkeit nichts zu suchen“, sagt er. Schließlich gehe es dabei nicht nur um ihn.<br />
Eines seiner für ihn wertvollsten Videos hat allerdings gar nichts mit einem Food-Trend zu tun: Schreiber kocht die rote Nudelsauce seiner inzwischen verstorbenen Oma Hannelore Breitkopf nach. Sie verbrachte den größten Teil ihres Lebens ebenfalls in Dülmen. Die Sauce ist sein Lieblingsessen – und das Video für ihn deshalb vor allem eine Erinnerung.<br />
Dann gibt es noch die Geschichte vom Marktkauf in Lüdinghausen. Freitagabend hatte Schreiber dort eingekauft und wollte im Auto noch schnell ein Video schneiden. Dann bemerkte er, dass die Tore des Parkplatzes inzwischen geschlossen waren. Sein Auto stand auf dem Parkplatz, Schreiber selbst war eingesperrt. Der Akku seines Smartphones zeigte noch fünf Prozent. Also musste eine Lösung her. Jemanden anrufen? Oder die Kamera einschalten? Schreiber entschied sich für die Kamera. Er filmte, wie er mit seinen Einkäufen über den Zaun kletterte und anschließend nach Hause lief. Erst am nächsten Tag stellte er fest, dass sich die Tore des Parkplatzes ganz einfach von Hand öffnen ließen. Das Video ist bis heute sein persönliches Lieblingsvideo.</p>
<p>Das richtige Rezept<br />
für TikTok?</p>
<p>Wer selbst auf TikTok durchstarten möchte, brauche vor allem Glück, Authentizität und Ehrgeiz, sagt Schreiber. Dazu komme ein gutes Gespür dafür, eine eigene Nische zu finden. Bei ihm war es das Ranking kombiniert mit der echten Verkostung. Und inzwischen verlassen sich manche seiner Followerinnen und Follower sogar darauf, wenn er einen Food-Trend für nicht empfehlenswert erklärt. Dann müssen sie ihn wenigstens nicht selbst ausprobieren.<br />
Was Schreiber an seinem neuen Alltag besonders schätzt, ist die Freiheit. Er kann seine Zeit anders einteilen, spontan ein Video drehen, wenn ihm danach ist, und muss nicht mehr jeden Tag in einen festen Arbeitsrhythmus passen. Gleichzeitig weiß er, dass diese Freiheit ihren Preis hat. Wer mit Videos Geld verdient, muss auch liefern. Die Reichweite kann sich verändern, Einnahmen sind nicht garantiert. Und aus dem Hobby ist längst etwas geworden, das auch Arbeit bedeutet.<br />
Für Schreiber überwiegt trotzdem die Freude. Er genießt die Freiheit und die Möglichkeit, seinen Tag selbst zu gestalten. Und solange es funktioniert und ihm Spaß macht, will er diesen Weg weitergehen.<br />
Zu seinem neuen Leben passt deshalb auch sein selbst gewähltes Alter. 30 wurde er wegen Corona schließlich nie. Also bleibt er 29. Für immer.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Dülmener Bahnhofsbrücke kann nach Feinschliff noch verwendet werden</title>
		<link>https://duelmenplus.de/bahnhofsbruecke-soll-im-maerz-2027-eingehoben-werden/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian El-Saqqa]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2026 10:00:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auswahl der Redaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Dülmen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dülmen. Nach jahrelangem Stillstand gibt es für die Bahnhofsbrücke in Dülmen erstmals wieder einen&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://duelmenplus.de/bahnhofsbruecke-soll-im-maerz-2027-eingehoben-werden/">Dülmener Bahnhofsbrücke kann nach Feinschliff noch verwendet werden</a> erschien zuerst auf <a href="https://duelmenplus.de">DÜLMENplus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="1726" data-end="2199">Dülmen. Nach jahrelangem Stillstand gibt es für die Bahnhofsbrücke in Dülmen erstmals wieder einen konkreten Zeitplan: Die Fußgänger- und Radfahrerbrücke zwischen dem Dernekamp und dem Bahnhofsvorplatz soll im März 2027 eingehoben werden. Das teilten Bürgermeister <span class="hover:entity-accent entity-underline inline cursor-pointer align-baseline"><span class="whitespace-normal">Carsten Hövekamp</span></span>, der Erste Beigeordnete <span class="hover:entity-accent entity-underline inline cursor-pointer align-baseline"><span class="whitespace-normal">Christoph Noelke</span></span> und Stadtbaurat <span class="hover:entity-accent entity-underline inline cursor-pointer align-baseline"><span class="whitespace-normal">Markus Mönter</span></span> am Mittwoch bei einem Mediengespräch im einsA mit.</p>
<p data-start="2201" data-end="2543">Die Stadt sprach von einem „realistischen Zieltermin“, machte zugleich aber deutlich, dass bis dahin noch umfangreiche Nacharbeiten und Prüfungen erforderlich seien, die zeitnah abgeschlossen werden sollen. Grundlage dafür ist das inzwischen vorliegende Gutachten aus dem laufenden selbstständigen Beweisverfahren vor dem Landgericht Münster.</p>
<p data-start="2545" data-end="2885">Nach Angaben der Verwaltung bestätigte das Gutachten im August 2025 die seit Jahren bekannten Auffälligkeiten an Schweißnähten und beim Korrosionsschutz der Brücke. Gleichzeitig sehen die Sachverständigen grundsätzlich die Möglichkeit, die Konstruktion nach entsprechenden Nacharbeiten und zusätzlichen Prüfnachweisen doch noch einzuhängen.</p>
<p data-start="2887" data-end="3034">Bürgermeister Carsten Hövekamp kommentierte die Nachricht, dass die Brücke grundsätzlich weiter genutzt werden kann, mit einem knappen „Halleluja“.</p>
<p data-start="3036" data-end="3251">„Wir wollen das Projekt endlich zu einem Abschluss bringen“, sagte Stadtbaurat Markus Mönter. Die Stadt sehe weiterhin die verantwortliche Arbeitsgemeinschaft in der Pflicht, die notwendigen Nacharbeiten umzusetzen.</p>
<blockquote>
<h2 data-section-id="u11ym0" data-start="3253" data-end="3294">Vom Vorzeigeprojekt zur Dauerbaustelle</h2>
</blockquote>
<p data-start="3296" data-end="3697">Dabei hatte im Herbst 2021 zunächst noch vieles nach Plan ausgesehen. Im September zeigte sich Markus Mönter im Wirtschaftsförderungsausschuss optimistisch, dass die Brücke rechtzeitig zur geplanten Sperrpause der Deutschen Bahn Anfang November eingehoben werden könne. Der große Kran sei bestellt, die Arbeiten lägen im Zeitplan und auch an der Qualität gebe es keine Zweifel, erklärte Mönter damals.</p>
<p data-start="3699" data-end="4126">Doch nur wenige Wochen später folgte die Kehrtwende: Der für den 7. November 2021 geplante Einhub platzte kurzfristig. Nach Angaben der Stadt hatte die beauftragte Arbeitsgemeinschaft Echterhoff/Rohlfing mehrere zwingend notwendige Voraussetzungen nicht erfüllt. Unter anderem fehlten Unterlagen für die Kranaufstellung und Sicherheitspläne für den Einhub. Zusätzlich war der benötigte Großkran bereits vorab abbestellt worden.</p>
<p data-start="4128" data-end="4329">Die Stadt reagierte schließlich mit der Kündigung des Vertrags gegenüber der Arbeitsgemeinschaft. Gleichzeitig begann die Suche nach neuen Lösungen und einer weiteren Sperrpause bei der Deutschen Bahn.</p>
<p data-start="4331" data-end="4653">Allerdings hatten die Probleme bereits zuvor begonnen. Wie die Stadt jetzt noch einmal zusammenfasste, waren schon während der Fertigung der Brückenteile in den Jahren 2020 und 2021 fehlende Unterlagen und Zertifizierungen beanstandet worden. Die Stadt untersagte daraufhin zunächst den Transport der Bauteile nach Dülmen.</p>
<blockquote>
<h2 data-section-id="1fx9116" data-start="4655" data-end="4692">Gutachten, Mängel und Rechtsstreit</h2>
</blockquote>
<p data-start="4694" data-end="5016">Anfang 2022 folgte dann der nächste Rückschlag: Untersuchungen der Schweißtechnischen Lehr- und Versuchsanstalt ergaben Hinweise auf mögliche Fehler an Schweißnähten und beim Korrosionsschutz. Die Stadt stoppte daraufhin den Einhub endgültig und leitete ein selbstständiges Beweisverfahren vor dem Landgericht Münster ein.</p>
<p data-start="5018" data-end="5301">Das gerichtliche Verfahren zog sich über Jahre hin. Ein erstes Gutachten bestätigte zwar die Verdachtspunkte, beantwortete jedoch nicht die entscheidende Frage, ob die Brücke überhaupt eingehoben werden darf. Zwischenzeitlich wurde deshalb sogar ein weiterer Gutachter eingeschaltet.</p>
<p data-start="5303" data-end="5581">Ein ergänzendes Gutachten aus dem vergangenen Jahr kam schließlich zu dem Ergebnis, dass die Brücke zwar Auffälligkeiten an Schweißnähten und Korrosionsschutz aufweist, nach entsprechenden Nacharbeiten und zusätzlichen Nachweisen grundsätzlich aber weiter genutzt werden könnte.</p>
<p data-start="5583" data-end="5870">Nach Angaben der Stadt erhielt der Hersteller daraufhin erneut Gelegenheit, die erforderlichen Nachweise vorzulegen und an einer Lösung mitzuwirken. Nachdem gesetzte Fristen erneut verstrichen waren, beauftragte die Stadt schließlich ein Ingenieurbüro für Baustatik und Tragwerksplanung.</p>
<p data-start="5872" data-end="6156">Dieses Fachbüro habe inzwischen den vom gerichtlichen Gutachter beschriebenen Lösungsweg nachvollzogen und ein Konzept für die erforderlichen Nacharbeiten erstellt. Zudem sei bestätigt worden, dass die festgestellten Auffälligkeiten die Tragfähigkeit der Brücke nicht beeinträchtigen.</p>
<p data-start="6158" data-end="6389">Für die anstehenden Arbeiten soll im kommenden Winter ein großes Zelt um die Brücke errichtet werden. Hintergrund ist, dass für die Lackierarbeiten im Bereich des Korrosionsschutzes bestimmte Temperaturen eingehalten werden müssen.</p>
<p data-start="6391" data-end="6601">Die Stadt kündigte zudem an, bei den entstehenden Mehrkosten zunächst in Vorkasse zu gehen. Parallel wolle man weiterhin prüfen, inwieweit Ansprüche gegenüber den Verantwortlichen geltend gemacht werden können.</p>
<blockquote>
<h2 data-section-id="smffs1" data-start="6603" data-end="6632">1000-Tonnen-Kran notwendig</h2>
</blockquote>
<p data-start="6634" data-end="6839">Für den Einhub der Brücke wird nach Angaben der Stadt ein Spezialkran mit einer Traglast von 1000 Tonnen benötigt. Solche Geräte kommen üblicherweise vor allem beim Aufbau von Windkraftanlagen zum Einsatz.</p>
<p data-start="6841" data-end="7116" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Die Deutsche Bahn hat sich den Termin für die notwendige Sperrpause bereits vorgemerkt. Ob der Einhubtermin tatsächlich gehalten werden kann, hängt nach Angaben der Stadt nun vor allem davon ab, dass die vorgesehenen Nacharbeiten und Prüfungen planmäßig abgeschlossen werden.</p>
<p>Fotos: Menninghaus (klein), El-Saqqa (KI-generiert)</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-15905" src="https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2026/05/20260510_135107-300x135.jpg" alt="" width="399" height="161" /></p>
<p><strong>Chronologie der Bahnhofsbrücke</strong></p>
<div class="pcrstb-wrap"><table>
<thead>
<tr>
<th>Datum</th>
<th>Ereignis</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>2020/2021</td>
<td>Fertigung der Brückenteile</td>
</tr>
<tr>
<td>September 2021</td>
<td>Stadt zeigt sich optimistisch für Einhub Anfang November</td>
</tr>
<tr>
<td>November 2021</td>
<td>Geplanter Einhub scheitert, Stadt kündigt Vertrag mit der ARGE Echterhoff/Rohlfing</td>
</tr>
<tr>
<td>Anfang 2022</td>
<td>SLV entdeckt Auffälligkeiten an Schweißnähten und Korrosionsschutz</td>
</tr>
<tr>
<td>März 2022</td>
<td>Stadt beantragt selbstständiges Beweisverfahren</td>
</tr>
<tr>
<td>November 2023</td>
<td>Erstes gerichtliches Gutachten bestätigt Verdachtspunkte</td>
</tr>
<tr>
<td>Februar 2024</td>
<td>Stahlbauer Rohlfing meldet Insolvenz an</td>
</tr>
<tr>
<td>Juli 2024</td>
<td>Bekannt wird, dass ein dritter Gutachter eingeschaltet wurde</td>
</tr>
<tr>
<td>August 2025</td>
<td>Ergänzendes Gutachten sieht Nachbesserungen und möglichen Einhub grundsätzlich als möglich an</td>
</tr>
<tr>
<td>2026</td>
<td>Ingenieurbüro erstellt Konzept für Nacharbeiten</td>
</tr>
<tr>
<td>März 2027</td>
<td>Geplanter Einhub der Bahnhofsbrücke</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://duelmenplus.de/bahnhofsbruecke-soll-im-maerz-2027-eingehoben-werden/">Dülmener Bahnhofsbrücke kann nach Feinschliff noch verwendet werden</a> erschien zuerst auf <a href="https://duelmenplus.de">DÜLMENplus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Comeback von Max Wenning</title>
		<link>https://duelmenplus.de/comeback-von-max-wenning/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian El-Saqqa]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Mar 2026 20:50:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auswahl der Redaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Dülmen]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Kreis]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>DÜLMEN. Die Kicker der DJK Dülmen können im Abstiegskampf der A-Liga auf prominente Verstärkung&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://duelmenplus.de/comeback-von-max-wenning/">Comeback von Max Wenning</a> erschien zuerst auf <a href="https://duelmenplus.de">DÜLMENplus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>DÜLMEN. Die Kicker der DJK Dülmen können im Abstiegskampf der A-Liga auf prominente Verstärkung bauen: Max Wenning hat sich noch einmal das Trikot seines Heimatvereins übergestreift. Beim 5:2-Auswärtssieg am Sonntag bei <a href="chatgpt://generic-entity?number=0">Turo Darfeld</a> feierte der 34-Jährige sein Comeback. In der 61. Minute wurde Wenning für Juri Gemeri eingewechselt und half mit seiner Erfahrung, die Partie souverän zu Ende zu spielen. Mit dem Sieg verschafft sich die DJK Dülmen etwas Luft im Tabellenkeller.</p>
<blockquote><p>Ausbildung in Dülmen – Durchbruch in Nottuln</p></blockquote>
<p>Seine fußballerische Ausbildung erhielt Wenning bei der <a href="chatgpt://generic-entity?number=1">DJK Dülmen</a>, wo er bis zur B-Jugend aktiv war. 2010 wechselte der Defensiv-Allrounder zum Landesligisten <a href="chatgpt://generic-entity?number=2">GW Nottuln</a>. Dort entwickelte er sich schnell zum Stammspieler der ersten Mannschaft. Im Juni 2013 feierte er mit Nottuln den Aufstieg in die Westfalenliga. Nach der Saison 2013/2014 schloss sich Wenning dem Westfalenliga-Rivalen der <a href="chatgpt://generic-entity?number=3">DJK Eintracht Coesfeld</a> an, ehe er im Sommer 2017 schließlich nach Nottuln zurückkehrte.</p>
<blockquote><p>13 Jahre GW Nottuln – dann das Karriereende</p></blockquote>
<p>Insgesamt stand Wenning 13 Jahre lang mit GW Nottuln in der Westfalenliga auf dem Platz. Im Mai 2024 verabschiedete er sich offiziell aus dem höherklassigen Amateurfußball und ging in die Fußballrente. Diese währte jedoch nicht lange. Nun unterstützt er die DJK Dülmen im Saisonendspurt. Sein Einstand verlief erfolgreich – sportlich wie auch symbolisch. Mit seiner Erfahrung soll er der jungen Mannschaft von Trainer Wolfgang Korb in den kommenden Wochen zusätzliche Stabilität geben.</p>
<p>Ob es bei einem kurzen Gastspiel bleibt oder Wenning doch noch einmal eine längere Rolle im Trikot der DJK übernimmt, wird sich zeigen. Fest steht: Am Sonntag in Darfeld war spürbar, dass hier jemand nicht nur für Punkte spielt, sondern für seine Farben. Und manchmal ist genau das im Abstiegskampf unbezahlbar.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://duelmenplus.de/comeback-von-max-wenning/">Comeback von Max Wenning</a> erschien zuerst auf <a href="https://duelmenplus.de">DÜLMENplus</a>.</p>
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		<title>Straße in Coesfeld-Lette eingebrochen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian El-Saqqa]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Feb 2026 21:22:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auswahl der Redaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Kreis]]></category>
		<category><![CDATA[Lette]]></category>
		<category><![CDATA[Merfeld]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Coesfeld-Lette. Ein gefährlicher Straßeneinbruch hat am Freitagabend für eine Vollsperrung der Bruchstraße in Coesfeld-Lette&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Coesfeld-Lette. Ein gefährlicher Straßeneinbruch hat am Freitagabend für eine Vollsperrung der Bruchstraße in Coesfeld-Lette gesorgt. Aufmerksame Zeugen bemerkten am Nachmittag eine deutliche Absenkung der seitlichen Fahrbahn in Höhe der Quarzwerke an der Kreuzung Bruchstraße/Quarzwerke und alarmierten umgehend die Einsatzkräfte.</p>
<p>Feuerwehr und Polizei waren rasch vor Ort und sperrten den betroffenen Bereich ab, noch bevor die Straße weiter nachgab. Nach ersten Erkenntnissen drohte die Fahrbahn auf einem Teilstück vollständig abzurutschen. Verletzt wurde nach Angaben der Einsatzkräfte niemand.</p>
<p>Die Bruchstraße bleibt bis auf Weiteres in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Die Sperrung beginnt ab dem Bahnübergang der L600 und reicht bis zum Bereich der Quarzwerke in Fahrtrichtung Lette. Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren. Eine entsprechende Umleitung wurde eingerichtet.</p>
<p>Zur Ursache der Absackung konnten die Behörden zunächst keine gesicherten Angaben machen. Denkbar seien unter anderem Unterspülungen oder Schäden im Untergrund. Fachkräfte sollen den betroffenen Straßenabschnitt in den kommenden Tagen begutachten und über die notwendigen Sicherungs- und Reparaturmaßnahmen entscheiden.</p>
<p>Die Stadt Coesfeld kündigte an, zeitnah über den Fortgang der Arbeiten und eine mögliche Dauer der Sperrung zu informieren. Anwohnerinnen und Anwohner müssen sich vorerst auf Verkehrsbehinderungen einstellen. Weitere Informationen sollen folgen.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Aktualisiert am 07.02.2026 um 09.:45 Uhr mit der offiziellen Pressemeldung des Betreibers Quarzwerk Baums:</p>
<p>&nbsp;</p>
<div><b> Am Freitagnachmittag kam es im Tagebau Lette, der vom Quarzwerk Baums betrieben wird, zu einem Böschungsbruch. In Lette wird hochreiner Quarzsand gewonnen, der einen unverzichtbaren Rohstoff für eine Vielzahl industrieller Wertschöpfungsketten in NRW wie Glas- und Gießereiindustrie, chemische und bauchemische Produktion darstellt.</b></div>
<div></div>
<div>Innerhalb eines ca. sechsstündigen Zeitraums kam es im Tagebau Lette zu einem Abrutschen der an der Bruchstraße gelegenen Uferböschung auf einer Breite von ca. 120 m. Ein bis zur Bruchstraße reichender Streifen von ca. 100 m Länge rutschte in den Tagebausee. Dabei wurde auch ein Abschnitt der Bruchstraße erfasst, sodass diese im betroffenen Bereich gesperrt werden musste. Der Abschnitt ist bis auf weiteres nicht befahrbar. Personen sind nicht betroffen.</div>
<div>Zu der Rutschung kam es, während das Baggerschiff des Tagebaus die geplante Endböschung zur Bruchstraße hin herstellen sollte. Die Arbeiten erfolgten auf der Grundlage eines genehmigten Betriebsplanes und des hierfür erstellten Standsicherheitsgutachtens und waren bei der Bergbehörde angezeigt.</div>
<div>Das Unternehmen hat bereits Gutachter eingeschaltet und arbeitet eng mit der zuständigen Aufsichtsbehörde, der Bezirksregierung Arnsberg sowie Polizei und Feuerwehr zusammen, um die Ursachen des Böschungsbruches aufzuklären und erforderliche Sicherungsmaßnahmen zu treffen.</div>
<div>Weitere Informationen folgen, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.</div>
<div></div>
<div><i>Der Böschungsbruch ist ein herber Rückschlag für das hochmoderne Quarzwerk Baums, das sich gerade in einem Transformationsprozess zum ersten klimaneutralen Quarzsandbetrieb Europas befindet. Durch die bisher einzigartige Kombination moderner Wärmepumpentrockner mit schwimmender Photovoltaikanlage und einem Windrad soll auf der Grundlage moderner Stromspeicher der gesamte Betrieb klimaneutral umgestellt werden.</i></div>
<div></div>
<div>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</div>
<div>Aktualisiert am 10.02.2026 um 16.30 Uhr mit der Meldung des Kreises Coesfeld</div>
<div></div>
<div>
<p class="x_MsoNormal" data-olk-copy-source="MessageBody">Noch am Abend hat der Kreisbauhof die Straße abgesperrt. Zudem wurde die Abbruchkante mit einem zusätzlichen Zaun gesichert. Die Kreisstraße 48 wird aufgrund des Schadensbildes vorläufig nicht nutzbar sein.</p>
<p class="x_MsoNormal">Der gesperrte Streckenabschnitt der Kreisstraße 48 liegt zwischen der L600 und Hertelweg. Verkehrsteilnehmende werden gebeten, diesen Streckenabschnitt zu umfahren. Derzeit steht der Kreis Coesfeld im engen Austausch mit allen Beteiligten, insbesondere mit dem Betreiber Quarzwerk Baums. Die Stadt Coesfeld arbeitet aktuell an der konkreten Ausgestaltung der kurzfristig auszuweisenden Umleitungsstrecken.</p>
<p class="x_MsoNormal">Noch am Wochenende hat die RVM den entlang der K48 verlaufenden Schulbusverkehr umorganisiert. Betroffen ist die Linie 679. Die Haltestellen Lette, Gasthof Birkenhof bis einschließlich Letter Bruch, Gasthof Schöttler können jedoch nicht bedient werden. Alle betroffenen Eltern und Kinder wurden bereits am vergangenen Wochenende über die aktuelle Situation informiert. Derzeit kann der Bereich Letter Bruch mit dem Bus nicht angefahren werden, da die umliegenden Straßen zu eng für eine sichere Durchfahrt sind. Konkret betrifft dies aktuell acht Schülerinnen und Schüler. Diese werden vorübergehend von ihren Eltern zur Haltestelle „Letter Bruch, Campingplatz“ gebracht, von wo aus die reguläre Weiterfahrt mit dem Bus erfolgt.</p>
<p class="x_MsoNormal">In den kommenden Tagen wird es vorrangig darum gehen, das Schadensbild vollumfänglich zu erfassen und die Ursachen des Böschungsbruches aufzuklären sowie eventuell erforderliche Sicherungsmaßnahmen zu treffen. Zum jetzigen Zeitpunkt kann noch nicht abgesehen werden, wann mit der Wiederherstellung begonnen werden kann.</p>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Foto: privat</p>
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		<title>Wenn der Körper Grenzen setzt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[André Sommer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Jan 2026 04:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auswahl der Redaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Buldern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von André Sommer Buldern. Wenn Julia Langhorst aus Buldern morgens die Augen öffnet, weiß&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Von André Sommer</p>
<p>Buldern. Wenn Julia Langhorst aus Buldern morgens die Augen öffnet, weiß sie oft nicht, wie weit der Akku ihres Körpers heute reicht. Manchmal schafft sie es vom Bett ins Bad und zurück, manchmal muss sie einfach liegenbleiben. Und an guten Tagen? Da kann es passieren, dass man sie lächelnd mit ihren beiden Kindern (7 und 4) im Garten sieht. Doch wer sie dort erlebt, sieht nur einen minimalen Ausschnitt. Die meiste Zeit hat die 35-Jährige kaum Kraft für Alltag, Familie oder für einfache Dinge wie Duschen. „Danach bin ich oft so erschöpft, dass Föhnen keine Option ist. Nicht aus Faulheit, sondern weil mein Körper dann einfach dichtmacht“, sagt sie. Wie sich das anfühlt? „Es fühlt sich an wie Kater, Grippe und Jetlag gleichzeitig.“ Und gleich hinterher: „Es fehlt nicht an Antrieb oder Motivation – es fehlt einfach an Kraft oder Energie.“</p>
<p>Julia lebt mit ME/CFS – Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom – einer Erkrankung, von der allein in Deutschland rund 600.000 Menschen betroffen sind. Weltweit sind es über 40 Millionen. Auslöser kann – wie bei Julia vermutet – Influenza und (oder) der Epstein-Barr-Virus sein. Seitdem gibt es Phasen, in denen sie das Haus kaum verlassen kann, und Zeiten, in denen sie fast nur im Bett liegen kann. ME/CFS ist keine psychische Erkrankung, sondern eine körperliche – deren Hauptsymptom Post-Exertional Malaise (PEM) heißt: Eine massive Zustandsverschlechterung nach minimaler Anstrengung. Besonders perfide ist, dass der Absturz oft verzögert kommt. „Die Energielosigkeit schlägt manchmal erst bis zu 72 Stunden nach einer Tätigkeit ein“, sagt Julia. „Wie ein Hammer. Das macht die Planung fast unmöglich.“<br />
Ihr Mann Thomas beschreibt es so: „Normale Menschen haben einen Akku. Wenn der leer ist, schläft man und ist wieder bei 100 Prozent. Bei Julia geht der Akku an manchen Tagen nur bis 30 Prozent – und schon eine einfache Tätigkeit kann ihn komplett leeren.“ Was ihn am meisten beeindruckt, ist nicht das Krankheitsbild, sondern Julias Umgang damit: „Sie zeigt so viel innere Stärke. Wenn ich könnte, würde ich ihr noch mehr abnehmen.“<br />
Was viele unterschätzen: Es fehlt Julia nicht an Lust auf ein normales Leben. „Ich würde so gern ganz normale Dinge tun, wie die Kinder von der Schule oder aus der Kita abholen“, sagt sie. „Das macht jede Mutter. Und mich belastet es sehr, dass ich das oft nicht kann.“ Ebenso sehr fehlt ihr ihr soziales Leben. „Ich habe früher meinen Stammtisch mit neun Freundinnen geliebt“, erzählt sie. „Ich vermisse das total.“ Inzwischen kommen die Freundinnen glücklicherweise alle sechs Wochen zu ihr – „damit ich sie überhaupt sehe“, wie sie sagt.<br />
Julia ist ausgebildete Krankenschwester und arbeitete zuletzt 16 Stunden pro Woche in einer Praxis – ein Job, den sie liebt. „Aber irgendwann ging es einfach nicht mehr“, sagt sie. „Ich darf mir in meinem Beruf keine Fehler leisten. Und wenn der Körper und der Kopf ständig im Energiesparmodus laufen, ist das unmöglich.“ Also musste sie pausieren – etwas, das sie sehr belastet.<br />
Der Alltag ist inzwischen ohne Unterstützung nicht mehr zu stemmen. Julia hat einen Pflegegrad erhalten und eine Haushaltshilfe, damit die Grundversorgung der Familie nicht an ihr hängen bleibt. „Ich bin sehr dankbar, dass es diese Möglichkeit gibt“, sagt sie. „Ohne Hilfe würde unser Haushalt fast komplett an meinem Mann hängen bleiben. Und gleichzeitig fühlt es sich komisch an, mit 35 pflegebedürftig zu sein.“<br />
Doch bis zur Diagnose war es ein langer Weg – und einer, der zeigt, wie wenig Wissen über ME/CFS noch immer vorhanden ist. Julia war anfangs viel in Kliniken und Praxen unterwegs, oft ohne echte Antworten. Besonders im Gedächtnis blieb ihr ein Besuch an der Uniklinik Münster. „Als das MRT nichts gezeigt hat, sagte die Ärztin zu mir: ‚Da ist nichts – das ist doch gut, dann ist es nichts Schlimmes.‘“ Für Julia war das ein merkwürdiger Moment. „Natürlich bin ich froh, wenn im MRT nichts Akutes zu sehen ist. Aber gleichzeitig dachte ich: Ich liege hier doch nicht ohne Grund – irgendwas stimmt ja nicht.“ Das soll keine Anklage sein, sondern ein Hinweis: Viel medizinisches Personal hat diese Erkrankung schlicht nicht auf dem Schirm.<br />
Noch irritierender war eine Szene mit einem PJ-Studenten, der sie fragte, ob sie sich „als Frau und Mutter gesehen fühle“. Für Julia war das ein Beispiel für sogenanntes Medical Gaslighting: das Herunterspielen oder Psychologisieren von körperlichen Symptomen. „Grundsätzlich finde ich es gut, wenn Mediziner auch in diese Richtungen denken“, sagt sie. „Aber es kommt darauf an, wie man das macht. Sonst fühlt man sich nicht ernst genommen – und fängt selbst an, an sich zu zweifeln.“ Für sie war jedoch immer klar: „Es ist nicht die Psyche.“</p>
<h4>Eine Krankheit, die das System nicht kennt</h4>
<p>Auf der verzweifelten Suche nach Hilfe hat Julia vieles ausprobiert – und vieles ertragen. „Ich wurde zu einer Reha geschickt. Dabei ist das genau das Gegenteil von dem, was ich brauche.“ Denn körperliche Belastung verschlechtert ihren Zustand, statt ihn zu verbessern. Und selbst wenn man endlich eine Diagnose hat, wird es nicht unbedingt leichter: „Ich warte fast ein Jahr auf einen Termin bei einem Spezialisten“, so Julia. „Und aktuell könnte ich ‚nur‘ telemedizinisch über das Internet behandelt werden. Das zeigt schon, wie wenig Versorgungsstrukturen es gibt.“<br />
ME/CFS trifft häufig junge Erwachsene zwischen 20 und 40 Jahren, aber auch schon Teenager. Etwa 70 Prozent der Betroffenen sind Frauen. Viele berichten von Fehldiagnosen, Arzt-Odysseen und dem Gefühl, sich ständig rechtfertigen zu müssen. Julia hatte das Glück, dass ihr Hausarzt und ihre Chefs ihr von Anfang an glaubten. „Das war für mich ein riesiger Glücksfall“, sagt sie. „Viel zu viele werden in die ,psychosomische Ecke‘ geschoben.“<br />
Heilbar ist ME/CFS bisher nicht. Es gibt keine ursächliche Therapie – der wichtigste Ansatz heißt „Pacing“: Man muss lernen, die eigene Energie extrem vorsichtig einzuteilen und die Belastungsgrenze nicht zu überschreiten, um Verschlechterungen zu vermeiden. Dazu kommen finanzielle Unsicherheiten: Viele Medikamente, Nahrungsergänzungen oder Hilfsmittel müssen selbst bezahlt werden. „Das ist für viele ein Problem. Bei uns geht es irgendwie, aber es beschäftigt mich trotzdem sehr“, sagt Julia.<br />
Ein Punkt ist ihr besonders wichtig: „Ich möchte kein Mitleid“, sagt sie leise, „sondern Bewusstsein.“ Ihr geht es darum, dass Menschen verstehen, wie häufig diese Erkrankung ist – und dass andere Betroffene ihre eigenen Symptome besser einordnen können. „Wenn das, was ich erlebt habe, anderen hilft, schneller Gewissheit zu bekommen, dann wäre das etwas Gutes.“<br />
Dazu passt auch, dass Julia bei der sogenannten Lemon-Challenge mitmachen wird – einer Aktion, die auf ME/CFS aufmerksam macht. Dabei beißt man symbolisch in eine Zitrone, während man erklärt, warum man teilnimmt. Die Zitrone steht für den kurzen „Schockmoment“ – im Gegensatz zur dauerhaften Katastrophe, die ME/CFS für Betroffene bedeutet. Weltweit hat die Challenge schon über eine Million Menschen erreicht, es gab Beiträge von Politik, Sport und Prominenten, und es wurden bislang über 90.000 Euro Spenden gesammelt. Julia wird eine lokale Persönlichkeit nominieren – und ihre Teilnahme kann man dann bei ihr auf Instagram verfolgen (instagram.com/teuhle.jule).<br />
Politisch bewegt sich immerhin etwas: Unter anderem durch das Engagement des ehemaligen Gesundheitsministers Karl Lauterbach sollen nun 500 Millionen Euro in die Forschung fließen. Für viele Betroffene ein Hoffnungsschimmer nach Jahrzehnten wissenschaftlicher Vernachlässigung.<br />
Trotz allem sagt Julia, sie sei dankbar. Für ihre Familie, für Freunde – und besonders für ihren Mann: „Ohne ihn würde das alles gar nicht gehen.“ Und sie ist dankbar für ihren Glauben, der ihr Hoffnung gibt, irgendwann wieder ein normales Leben führen zu können. „Ich glaube fest daran, dass das möglich ist“, sagt sie.<br />
Am Ende bleibt die Erkenntnis: ME/CFS hat nichts mit „Stell dich nicht so an“ oder „Schlaf mal länger“ zu tun. Es ist eine unsichtbare körperliche Behinderung, die Menschen aus ihrem Leben reißt. Und je mehr darüber gesprochen wird, desto weniger müssen Betroffene in dieser Unsichtbarkeit verschwinden.</p>
<pre>ME/CFS steht für Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom und ist eine schwere neuroimmunologische Erkrankung. Betroffene leiden unter Belastungsintoleranz: Selbst geringste körperliche, geistige oder sensorische Anstrengungen können zu einer massiven Zustandsverschlechterung führen (Post-Exertional Malaise, PEM). Diese Verschlechterung tritt oft erst Stunden bis Tage später ein und kann Tage, Wochen oder länger anhalten. Schweregrad und Verlauf unterscheiden sich bei jedem Betroffenen deutlich. 

Typische Symptome: extreme Erschöpfung (nicht durch Schlaf behebbar), PEM (Belastungsintoleranz), Kreislaufprobleme &amp; Schwindel, 
kognitive Probleme („Brain Fog“), Schlafstörungen, Schmerzen (Muskeln, Gelenke, Kopf), Reizempfindlichkeit (Licht, Geräusche)

Zahlen &amp; Fakten: rund 600.000 Betroffene in Deutschland, weltweit über 40 Millionen, häufig nach Infektionen (z. B. COVID-19, EBV, Influenza), 70 Prozent der Betroffenen sind Frauen, häufig bei jungen Erwachsenen, aber auch Kinder und Jugendliche betroffen

Therapie &amp; Verlauf: Eine ursächliche Therapie existiert bislang nicht. Wichtigster Ansatz ist Pacing – das strikte Einhalten eigener Energiegrenzen, um Verschlechterungen zu vermeiden. Viele Betroffene können nicht mehr arbeiten, sind pflegebedürftig oder über lange Zeit bettlägerig. 

Wichtig: ME/CFS ist keine psychische Erkrankung, sondern eine körperliche Behinderung, die oft unsichtbar bleibt und noch immer viel zu selten erkannt wird.</pre>
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		<title>Mit einem Mal weitet sich das Herz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Reimund Menninghaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Jan 2026 04:18:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auswahl der Redaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Dülmen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dülmen. „Der ist aber brav“, lobt Erika Bredenfeld ihren Besuch. Seit Anfang Dezember wohnt&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://duelmenplus.de/mit-einem-mal-weitet-sich-das-herz/">Mit einem Mal weitet sich das Herz</a> erschien zuerst auf <a href="https://duelmenplus.de">DÜLMENplus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dülmen. „Der ist aber brav“, lobt Erika Bredenfeld ihren Besuch. Seit Anfang Dezember wohnt die Essenerin in einem Zimmer im Hospiz Anna Katharina und hofft, „dass ich mich hier noch einige Zeit hinschwächeln kann.“ Ihre Krebserkrankung möchte die 86-Jährige, deren Tochter in Haltern wohnt, nicht mehr medizinisch therapieren lassen: „Ich habe mein Leben gelebt.“</p>
<p>An ihrem Besuch hat sie helle Freude: „Hanuta“, die vierjährige Labrador-Dame, lässt sich nur allzu gern streicheln und ist voller Inbrunst damit beschäftigt, den bunten Teppich aus Aberdutzenden Stoffstreifen nach Leckerchen abzusuchen. „Labradore sind immer für was zu fressen zu haben“, schmunzelt Ann-Christin Schymonick, die mit „Hanuta“ zu Erika Bredenfeld ins Zimmer gekommen ist. Seit vier Jahren arbeitet die verheiratete Mutter von zwei Kindern im Alter von sechs und acht Jahren aus Gescher-Hochmoor als Gesundheits- und Krankenpflegerin im Nachtdienst im Hospiz Anna Katharina in Dülmen.<br />
Ein Wort ergab im Hospiz das andere – und dann erfolgte die Ausbildung von „Hanuta“ zum Therapiebegleithund und die Qualifikation von Ann-Christin Schymonick zur Therapiebegleithundeführerin. „Man muss unter anderem gezielt und genau erkennen, wenn eine Situation für den Hund stressig ist – die Signale des Hundes muss man richtig deuten“, erklärt die 35-Jährige.<br />
Die Kosten für die Therapiebegleithunde-Ausbildung wurden aus Spenden ans Hospiz getragen, und seit einem Jahr ist Ann-Christin Schymonick durchweg jede zweite Woche mit „Hanuta“ im Hospiz im Einsatz – manchmal auch häufiger. Auch die Aufwandsentschädigung dafür wird aus Spenden fürs Hospiz bestritten.<br />
„So ein Besuch von ,Hanuta‘ ist aktivierend für die Gäste hier und kann Menschen auch öffnen – geistig und seelisch. Mit einem Mal weitet sich das Herz“, so Ann-Christin Schymonick. „So ein Hund ist einfach oft auch ein Türöffner für Gespräche. Da reicht die bloße Anwesenheit des Hundes.“ Wichtige Hilfe sind auch die Leckerlis, die „Hanuta“ aus Stoffstreifenteppichen oder Stoffstreifenknuddel herausholen darf. Gäste, die das möchten, können zudem Leckerlis auch mit Klick-Bällchenwerfern oder mit einer Kunststoff-Futterschaufel verabreichen.<br />
Bei Gästen, die selber Erfahrung als Hundehalter hatten, setzt der Besuch von „Hanuta“ oft auch Erinnerungen an eigene Vierbeiner frei – so wie bei Erika Bredenfeld: „Wir hatten früher einen Hund, den wir unserer Tochter zum 18. Geburtstag geschenkt hatten. Als wir den nicht mehr hatten, bekamen wir einen Hund, der an der Trabrennbahn ausgesetzt worden war. Der hat nie bei uns irgendwie etwas zu fressen geklaut und hat immer nur das gefressen, was wir ihm gegeben haben. Ausgesetzt zu werden war für ihn wohl einfach nur traumatisch gewesen.“<br />
Von irgendwelchen traumatischen Erfahrungen scheint „Hanuta“ meilenweit weg zu sein. Sie ist einfach nur super erzogen und höchst aufmerksam und zurückhaltend – ein Hund, den man einfach ins Herz schließen muss.<br />
Das tun viele Gäste im Hospiz dann auch – sogar auch Gäste, die aus der eigenen Verwandtschaft oder dem eigenen Freundeskreis Besuch mit Vierbeinern erhalten. „Solange die Zugehörigen die Hunde selber versorgen, können unsere Gäste gerne eigene Hunde mitbringen“, sagt Hospizleiterin Rabea Brake, die oft auch ihren eigenen Hund Leo mit zur Arbeit im Hospiz Anna Katharina mitbringt.</p>
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		<item>
		<title>Ein Fehler und alles ist weg</title>
		<link>https://duelmenplus.de/ein-fehler-und-alles-ist-weg/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[André Sommer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Jan 2026 04:46:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auswahl der Redaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Dülmen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von André Sommer Dülmen. Während andere abends den Fernseher einschalten, kämpfen derzeit mehrere hundert&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://duelmenplus.de/ein-fehler-und-alles-ist-weg/">Ein Fehler und alles ist weg</a> erschien zuerst auf <a href="https://duelmenplus.de">DÜLMENplus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="15574" class="elementor elementor-15574">
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									<p><strong>Von André Sommer</strong></p><p><strong>Dülmen. Während andere abends den Fernseher einschalten, kämpfen derzeit mehrere hundert Menschen gemeinsam durch eine digitale Fantasiewelt – live übertragen, ohne doppelten Boden und mit nur einem einzigen Versuch. Mitten drin: Tom Schotten (29) aus Dülmen. Ganz frisch ist er in ein laufendes Großprojekt hineingerutscht, das aktuell viele Bildschirme füllt und bei dem Fehler nicht korrigiert, sondern gnadenlos bestraft werden. Was Tom da macht, lässt sich grob als „PC-Spielen vor Publikum“ (oder eben „Streaming“) beschreiben – nur dass dieses Publikum nicht still auf dem Sofa sitzt, sondern kommentiert, mitfiebert und gelegentlich besser weiß, was zu tun wäre. Aus Dülmen geht es so direkt hinein in ein Geschehen, das überraschend viele Menschen anzieht – obwohl man dabei eigentlich „nur“ zuschaut.</strong></p><p>Aber von vorne. „SauerCrowd“ ist eines der größten deutschsprachigen Streaming-Events der vergangenen Jahre: Initiator des Megaprojekts ist der World-of-Warcraft-Streamer „Metashi12“, der sich mit „HandOfBlood“ und „Papaplatte“ gleich zwei der einflussreichsten Streamer Deutschlands mit in die Organisation geholt hat. Getragen von über 200 beteiligten Streamerinnen und Streamern und verfolgt von Hunderttausenden Zuschauern, die das Geschehen live im Internet begleiten.<br />Im Mittelpunkt steht kein neues Spiel, sondern ein alter Bekannter. World of Warcraft, inzwischen 21 Jahre alt, erlebt durch das Event (in seiner klassischen Version) eine Art zweite (vielleicht sogar dritte, vierte oder fünfte) Jugend. Das Online-Rollenspiel entführt seit Jahrzehnten Menschen in eine gemeinsame Fantasiewelt, in der Zusammenarbeit (meistens) wichtiger ist als Tempo und in der Erfolge selten über Nacht entstehen. Genau dieses ursprüngliche Spielgefühl greift SauerCrowd auf – bewusst entschleunigt, kompromisslos und im „Hardcore-Modus“. Gespielt wird die unveränderte Urfassung ohne spätere Komfort-Funktionen. Und wer stirbt, verliert alles: kein Neustart mit seiner Spielfigur, kein Rückspulen, keine zweite Chance. Dass ausgerechnet dieses alte, harte Spielprinzip zum Jahreswechsel zu den meistgesehenen Inhalten auf Twitch wurde, zeigt, wie sehr das Projekt einen Nerv trifft.<br />Mitten drin: der Dülmener Streamer Tom Schotten. Seit einigen Monaten bestreitet er einen Großteil seines Lebensunterhalts mit Live-Übertragungen und Videos. „Ich würde das nicht Beruf nennen – das wäre unfair gegenüber vielen richtigen Jobs“, sagt er. „Ich habe einfach das Glück, meine Leidenschaft so machen zu dürfen, dass ich davon leben kann.“ Als Nachrücker im Event hat er nicht nur die Möglichkeit, sich spielerisch zu beweisen, sondern erreicht auch plötzlich ein Publikum, das sonst nur den größten Namen der Szene vorbehalten ist. Und genau davon lebt Streaming: Reichweite bedeutet Relevanz – und manchmal auch den nächsten Schritt in einer noch jungen digitalen Branche.</p><h4>Warum Zuschauen plötzlich mitreißt</h4><p>Wer mit dieser Form der Unterhaltung wenig anfangen kann, mag sich fragen: „Warum sollte man anderen beim Computerspielen zusehen?“ Die Frage ist verständlich, aber sie ähnelt auch der Überlegung, warum Millionen Menschen Fußball schauen, ohne selbst mitzuspielen. Es geht um Spannung, um Geschichten, um mitfiebernde Communities, um Triumphe und bittere Momente, die live entstehen und nicht planbar sind. Genau das passiert derzeit auf der Plattform Twitch – nur eben in einer Fantasy-Welt namens Azeroth und mit einem Publikum, das gerade beweist, wie lebendig dieses „alte“ Spiel noch immer ist.<br />Für Tom Schotten war der Moment der Zusage eine kleine Sensation: Sein Online-Name „Kontreck“ tauchte plötzlich auf der offiziellen Teilnehmerliste auf. „Das war schon ziemlich surreal – auf einmal darf ich bei den ganz Großen der Szene mitspielen“, sagt er. Möglich wurde das durch den erfolgreichen Streamer AresLPs, mit dem er seit einiger Zeit in Kontakt steht. „Er hat mich vorgeschlagen – und jetzt habe ich den Salat“, scherzt Tom.<br />Dass er sich nun stundenlang vor dem Bildschirm wiederfindet, ist für Tom kein Neuland – Computerspiele begleiten ihn schließlich seit seiner Kindheit. Angefangen hat alles mit einem Game Boy Color und „Pokémon Gelb“, später kamen PC und erste Online-Spiele dazu. Die Faszination hielt an, und irgendwann wurde aus dem Hobby mehr als nur Zeitvertreib.<br />Der entscheidende Impuls kam eher zufällig: Beim gemeinsamen Spielen mit Freunden stellte er fest, dass diese regelmäßig Fragen zu Spielmechaniken oder Inhalten an ihn richteten – und er sie auf Anhieb beantworten konnte. „Da dachte ich mir: Wenn meine Freunde das wissen wollen, dann gibt es bestimmt noch mehr Leute mit den gleichen Fragen“, erinnert sich Tom. Er begann, kleine Erklärvideos auf YouTube hochzuladen. Die Resonanz war überraschend groß, und kurz darauf folgte der nächste Schritt: einfach mal live auf Twitch gehen.</p><h4>Der Durchbruch kam durch digitale Bauprojekte</h4><p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-15577 size-full" src="https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2026/01/Screenshot-2026-01-13-134342-scaled.jpg" alt="" width="2560" height="1438" srcset="https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2026/01/Screenshot-2026-01-13-134342-scaled.jpg 2560w, https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2026/01/Screenshot-2026-01-13-134342-300x169.jpg 300w, https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2026/01/Screenshot-2026-01-13-134342-1024x575.jpg 1024w, https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2026/01/Screenshot-2026-01-13-134342-768x431.jpg 768w, https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2026/01/Screenshot-2026-01-13-134342-1536x863.jpg 1536w, https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2026/01/Screenshot-2026-01-13-134342-2048x1150.jpg 2048w, https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2026/01/Screenshot-2026-01-13-134342-1920x1078.jpg 1920w, https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2026/01/Screenshot-2026-01-13-134342-1170x657.jpg 1170w, https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2026/01/Screenshot-2026-01-13-134342-585x329.jpg 585w, https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2026/01/Screenshot-2026-01-13-134342-534x300.jpg 534w, https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2026/01/Screenshot-2026-01-13-134342-1200x675.jpg 1200w, https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2026/01/Screenshot-2026-01-13-134342-600x337.jpg 600w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" />Den bislang größten Durchbruch seiner Streaming-Karriere erlebte er mit dem Fantasy-Spiel „Enshrouded“. Darin erkundet man eine offene Welt, kämpft, sammelt Ressourcen, baut Häuser und entwickelt seinen Charakter weiter – ein Baukasten für Kreative, in dem sich Tom sichtbar wohlfühlt. Seinen Erfolg erklärt er sich mit zwei Umständen: Zum einen erschien zeitgleich das Spiel „Palworld“, auf das sich viele große Streamer stürzten. Der anfängliche Hype war riesig, erlosch aber schnell – während „Enshrouded“ sich langsam, aber nachhaltig zu einem Dauerbrenner entwickelte. Plötzlich war Tom mitten in dieser Szene eine kleine Bekanntheit.<br />Zum anderen setzte er von Anfang an einen ungewöhnlichen Schwerpunkt: das Bauen. Aus zunächst kleinen, aber beeindruckenden Bauprojekten wurden nach und nach enorme Gemeinschaftsprojekte, bei denen Tom und andere Spieler ganze Schauplätze aus „Der Herr der Ringe“ nachbildeten. Diese detailverliebten Konstruktionen wurden live begleitet, kommentiert und gefeiert – und machten Tom weit über seine Stammzuschauer hinaus bekannt.<br />Geboren und aufgewachsen ist Tom Schotten in Dülmen, ganz in der Nähe des Wildparks. Hier ging er zur Schule, entschied sich nach dem Abschluss zunächst für eine Ausbildung zum Physiotherapeuten und arbeitete später als Rettungssanitäter. Fünf Jahre lebte er in Bergheim, bevor er vor zwei Jahren nach Dülmen zurückkehrte. Gleichzeitig lernte er seine jetzige Partnerin Jana kennen, mit der er mittlerweile zusammenwohnt.<br />Aus einem kleinen gemeinsamen Arbeitszimmer wurde nach und nach ein voll ausgestattetes Streaming-Studio. „Jana meinte irgendwann, sie brauche das Büro eigentlich gar nicht. Also habe ich’s umgebaut“, erzählt Tom. Heute hängen hinter ihm Deko-Elemente für die Live-Kamera, davor stehen ein Streaming-PC, drei Bildschirme, hochwertige Beleuchtung, ein Studio-Mikrofon und eine Kamera, die gestochen scharf überträgt. Es war der Schritt weg vom improvisierten Wohnzimmer-Setup hin zur professionellen Arbeitsumgebung.<br />Dass er mit Twitch überhaupt Geld verdienen kann, kam eher schleichend. „Am Anfang waren das 20 Cent pro Stunde – wenn überhaupt“, sagt er. Während Streaming für ihn noch reines Hobby war, arbeitete er Vollzeit auf der Dülmener Rettungswache. Doch über Monate wuchs die Zuschauerschaft, es wurden mehr Abonnements abgeschlossen, und irgendwann rechnete sich die Sache: Tom reduzierte seine Stunden auf der Rettungswache und verlegte sein Haupteinkommen auf Twitch.<br />„Ein gewagter Schritt“, sagt er rückblickend. „Aber jetzt habe ich faktisch eine 70-Stunden-Woche.“ Das klingt nach Überlastung, aber für Tom fühlt es sich anders an: „Es ist ja mein Hobby. Ich verbringe Zeit mit dem, was ich am liebsten mache.“ Ein typischer Tag – an dem er nicht im Rettungsdienst unterwegs ist – beginnt gegen acht Uhr morgens. Dann schneidet er Videos für seinen ebenfalls sehr erfolgreichen YouTube-Kanal, geht gegen zwölf Uhr live auf Twitch und streamt (wenn gerade nicht SauerCrowd ist) bis etwa 20 Uhr (dann auch schon einmal bis 3 Uhr nachts).<br />Mittlerweile folgen ihm auf Twitch rund 13.300 Menschen. So viele davon haben ein Abonnement abgeschlossen, dass Tom inzwischen umsatzsteuerpflichtig ist und einen Steuerberater beschäftigt. „Das ist alles schon sehr krass!“, sagt er – und man nimmt ihm ab, dass er das selbst noch nicht ganz fassen kann.</p>								</div>
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									<h4>Seine „Follower“ sind bis zu 70 Jahre alt</h4><p style="font-size: 14px; text-align: start; font-family: Roboto, sans-serif; font-weight: 400; color: #7a7a7a;">Dass er nun bei SauerCrowd durchstarten kann, ist auch finanziell eine große Chance für den bodenständigen Dülmener – selbst wenn „World of Warcraft“ bei vielen seiner Abonnenten sonst gar nicht auf dem Zettel steht. Überhaupt ist seine Zuschauerschaft ganz anders, als man sie sich vielleicht vorstellt. Den typischen Teenager nach der Schule gibt es bei ihm eher selten.<br />„Ich war selber sehr überrascht, als ich während einer Übertragung das Alter der Leute im Chat abgefragt habe“, erzählt Tom. „Da waren zu dem Zeitpunkt 300 oder 400 Zuschauer dabei – und die meisten lagen eher über 40.“ Als dann im Chat sogar „70“ auftauchte, war Tom kurz sprachlos. „Die Dame gehört inzwischen zu meinen treuesten Zuschauerinnen“, sagt er und lacht.<br />Seinen Erfolg erklärt er sich selbst eher mit seiner ruhigen Art: Er hebt die Stimme nicht, beleidigt niemanden und achtet sehr auf die Stimmung in seinem Kanal. „Mir ist wichtig, Werte wie Toleranz und Weltoffenheit vorzuleben. Ich will, dass sich bei mir alle wohlfühlen können“, sagt er. Genau das schätzt er auch am SauerCrowd-Event: „Viele der Streamerinnen und Streamer nehmen ihre Vorbildfunktion ernst.“ Natürlich gebe es einzelne, deren Tonfall eher „robust“ sei – „aber auch das gehört dazu, und für manche passt es einfach besser zum Publikum.“<br />Im Event selbst läuft es für Tom spielerisch bislang eher durchwachsen. Gleich dreimal hat er seine Spielfigur verloren und musste wieder bei null anfangen – ein Schicksal, das im Hardcore-Modus von „SauerCrowd“ endgültig ist. Für die Zuschauer sorgt so etwas durchaus für Unterhaltung und Spannung, für den ehrgeizigen Spieler selbst war es allerdings zunächst frustrierend.<br />Denn um in der klassischen Version von „World of Warcraft“ erfolgreich zu sein, reicht schnelles Reaktionsvermögen allein nicht aus. „Hier zählt vor allem Wissen“, sagt Tom. „Und genau das hatte ich am Anfang nicht.“ Das klassische „WoW“ habe er nie intensiv gespielt, erklärt er. „Ich bin erst nach der zweiten Erweiterung eingestiegen – da lagen die Schwerpunkte schon ganz woanders.“ Viele Mechaniken, Gefahren und Feinheiten der ursprünglichen Spielversion musste er sich daher erst mühsam aneignen – unter den Augen eines Live-Publikums.<br />Erschwerend kam hinzu, dass er zu Beginn des Events nicht frei wählen konnte, mit welcher Spielfigur er an den Start ging. Volk und Klasse wurden per Los und Quiz entschieden – und so landete Tom bei einem Nachtelfen-Schurken. Eine Figur, die im Nahkampf mit Dolchen kämpft und sich mitten ins Getümmel stürzen muss. Genau das wurde ihm gleich zweimal zum Verhängnis: Ein falscher Schritt, ein Moment der Unaufmerksamkeit – und der Lebensbalken war leer.</p><h4 style="font-weight: bold; font-family: 'Open Sans', sans-serif; color: #313131; letter-spacing: normal;">Schon vier Mal musste „Kontreck“ von vorne starten</h4><p style="font-size: 14px; text-align: start; font-family: Roboto, sans-serif; font-weight: 400; color: #7a7a7a;">Nach seinem zweiten virtuellen Tod bekam Tom schließlich die Möglichkeit, Volk und Klasse zu wechseln. Daraufhin zog er als Menschenmagierin durch die Welt von Azeroth. Statt Dolchen setzte er nun auf Frostzauber aus der Distanz, verlangsamte Gegner und hielt sie auf Abstand. „Das ist deutlich eher mein Spielstil“, so dachte er zumindest. Weniger Chaos, mehr Kontrolle – und zumindest in der Theorie ein etwas sichererer Weg durch eine Welt, in der jeder Fehler das endgültige Aus bedeuten kann. Die Praxis sah aber auch hier anders aus: In einer Höhle voller Tunnelratten wurde er niedergeknüppelt – und wechselte erneut die Klasse. Paladin. Ein gut gerüsteter Ritter in Plattenrüstung – mit Heil-Zaubern, falls es brenzlig wird.<br />Im Spiel ist die Zielsetzung für „Kontreck“ klar definiert: Er möchte seinen Paladin auf die höchste Spielstufe, Level 60, bringen, sie mit der bestmöglichen Ausrüstung ausstatten und schließlich gemeinsam mit den großen Streamerinnen und Streamern das Endziel des Events angehen: den „Molten Core“. Eine riesige Höhle voller Lava, tödlicher Gefahren und dem Feuerlord Ragnaros – zu bezwingen von einem koordinierten Team aus 40 Spielerinnen und Spielern. Und das alles im Hardcore-Modus: ohne einen einzigen Tod.<br />Im echten Leben ist Toms Ziel für dieses Event deutlich bodenständiger. Es geht ihm darum, Spaß zu haben, seinen neuen wie auch langjährigen Zuschauerinnen und Zuschauern eine gute und unterhaltsame Zeit zu bieten – und vielleicht den einen oder anderen neuen Follower zu gewinnen. Die Höhepunkte der Streams sind übrigens auch zeitversetzt auf seinem Twitch-Kanal abrufbar.</p><h4 style="font-weight: bold; font-family: 'Open Sans', sans-serif; color: #313131; letter-spacing: normal;">Viel online, klar priorisiert: Seine Freundin</h4><p style="font-size: 14px; text-align: start; font-family: Roboto, sans-serif; font-weight: 400; color: #7a7a7a;">Natürlich hat sich sein Alltag während des Events verändert. Oft spielt Tom bis tief in die Nacht, der Tagesrhythmus ist ein anderer als sonst. Doch seine Freundin bringt dafür viel Verständnis auf, wie er glücklich betont: „Sie weiß, welche Chance dieses Event für mich bietet – und es geht ja nur ein paar Wochen.“ Außerdem nehme man sich ganz bewusst Zeit füreinander zwischen den Streams. „Egal, wie wichtig mir das Streamen ist – Jana steht an erster Stelle.“<br />Über zusätzlichen Besuch bei seinen Übertragungen aus der Heimat würde sich der Dülmener dennoch freuen. Wer neugierig ist, kann jederzeit in seinen Stream hineinschauen – und gerne einfach mal einen Gruß im Chat dalassen.<br />Ob Tom Schotten den Molten Core am Ende bezwingt oder unterwegs erneut alles verliert, ist dabei fast zweitrangig. Entscheidend ist, dass ein junger Mann aus Dülmen gerade Teil eines der größten deutschsprachigen Streaming-Events ist – live, ungeschönt und ohne zweite Chance. Zwischen Lava, Zaubersprüchen und Chat-Nachrichten zeigt sich, wie nah digitale Fantasiewelten und echtes Leben heute beieinanderliegen. Und dass große Geschichten manchmal genau dort beginnen, wo man sie am wenigsten erwartet: vor einem Bildschirm, in einem ehemaligen Arbeitszimmer – mitten im Münsterland.</p><p style="font-size: 14px; text-align: start; font-family: Roboto, sans-serif; font-weight: 400; color: #7a7a7a;"><a href="http://www.twitch.tv/kontreck">www.twitch.tv/kontreck</a></p><p style="text-align: start;">Zum Event: <a href="http://sauercrowd.gg">sauercrowd.gg</a></p>								</div>
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		<title>Drei Kumpel ersteigern sich drei Wildpferde</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Reimund Menninghaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Dec 2025 04:00:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auswahl der Redaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Dülmen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von Reimund Menninghaus Dülmen. Das Motto ist ganz einfach: „Als Dülmener Unternehmer braucht man&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://duelmenplus.de/drei-kumpel-ersteigern-sich-drei-wildpferde/">Drei Kumpel ersteigern sich drei Wildpferde</a> erschien zuerst auf <a href="https://duelmenplus.de">DÜLMENplus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Von Reimund Menninghaus</p>
<p>Dülmen. Das Motto ist ganz einfach: „Als Dülmener Unternehmer braucht man ein Dülmener Wildpferd!“ So sagten sich Michael Oendorf vom gleichnamigen Tischlereibetrieb sowie Manuel Stein-Waltering und Philipp Schürhoff vom Hochbauunternehmen Enstrup &amp; Kortmann. Nach einer früh morgens begonnenen Session am Bierwagen neben der Wildpferdearena schritten sie bei der Versteigerung nach dem Wildpferdefang 2024 hopfengestärkt zur Tat und boten beherzt mit.</p>
<p>Es klappte alles gut. „Die Preise lagen zwischen 950 und 1.100 Euro pro Wildpferd“, erinnern sich die drei Unternehmer, die sich beruflich und privat bestens miteinander verstehen. „Plus 150 Euro Nebenkosten pro Tier.“<br />
Bezahlt war das recht schnell – und abgeholt waren die Tiere auch schnell am nächsten Tag. Doch: Wohin mit den halbstarken Hengsten, die noch reichlich Winterfell am Körper hatten?<br />
Eine Weidenfläche hatte Manuel Stein-Waltering in Weddern, wo er mit seiner Frau Carina und Tochter Maja wohnt. Und auch ein Stall an der Weide war vorhanden – der musste aber noch pferdefein gemacht werden: „Die Grundmauern standen. Das Dach und all die anderen Sachen haben wir dann gemeinsam neu gemacht“, erinnert sich Stein-Waltering.<br />
Diese Arbeiten waren dann etwa ein Vierteljahr nach dem Wildpferdefang erledigt. Die drei Wildpferde konnten in Weddern einziehen. Zwischenzeitlich waren sie bei einem der Wildpferdefänger und bei einem gemeinsamen Freund, der bereits ein Pony hatte, untergekommen.<br />
Es standen noch weitere Arbeiten an: In Weddern wich der Stacheldrahtzaun um die Weide herum einem Bretterzaun. In den Wanddurchbruch vom Stall zur Weide wurden durchsichtige Kunststoff-Streifen gehängt, durch die hindurch die Ponys ganz einfach zwischen drinnen und draußen wechseln können. Vor dem Stall wurde eine Drainage zur Entwässerung verlegt und die Erde mit Sand ausgetauscht. Und es wurde ein Weidezelt angeschafft, der die eingenetzten Heuballen in der Heuraufe trocken hält.<br />
Gras, Heu, Möhren und Äpfel – das sind die Hauptnahrungsmittel für die drei Wildpferde, die sich miteinander bestens verstehen und schon bald nach dem Wildpferdefang lammfromm und lieb leicht zu händeln waren.<br />
„Wildpferde sind Spätentwickler. Deswegen befinden sich Martin, Merlin und Manfred noch in der Kinderstube“, erklärt Carina Stein, die sich nur zu gern zusammen mit Tochter Maja um die Wildpferde kümmert. Rittfähigkeit werden die Wildpferde aufgrund ihrer Spätentwicklung wohl erst mit fünf Jahren haben – also in zwei bis drei Jahren.<br />
Bis dahin ist Maja, die aktuell schon Reitunterricht nimmt, für den Ritt mit den Wildpferden vorbereitet. Zusätzlich zum Reittraining sollen die Wildpferde so früh wie möglich auch fit gemacht werden, eine Kutsche zu ziehen. Aber für dieses Fahrtraining ist auch noch etwas hin.<br />
Alles kein Problem. Denn Carina und Maja Stein haben sich lange ein Wildpferd gewünscht. „Ja – es war ein Herzenswunsch von mir, einmal ein Wildpferd zu haben“, gesteht Carina Stein. „Ich habe bei verschiedenen Pferdefang-Terminen bis zu 50 Lose bei der Wildpferde-Tombola gekauft – Glück hatte ich jedoch dabei nicht“, berichtet Carina Stein.<br />
Dadurch, dass ihr Mann Manuel nun ein Wildpferd ersteigert hat und seine Kumpel ebenfalls Wildpferde erworben haben, ist ihr Herzenswunsch in Erfüllung gegangen&#8230;</p>
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		<item>
		<title>Gerd Wagner übergibt den Vereinsvorsitz der TSG</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian El-Saqqa]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2025 22:03:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auswahl der Redaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Dülmen]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dülmen. Nach mehr als drei Jahrzehnten an der Spitze der TSG Dülmen geht eine außergewöhnliche&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://duelmenplus.de/gerd-wagner-uebergibt-den-vereinsvorsitz-der-tsg/">Gerd Wagner übergibt den Vereinsvorsitz der TSG</a> erschien zuerst auf <a href="https://duelmenplus.de">DÜLMENplus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><span class="s1">Dülmen.</span><span class="s2"> Nach mehr als drei Jahrzehnten an der Spitze der TSG Dülmen geht eine außergewöhnliche Ära zu Ende: Gerd Wagner, der seit 2010 als Vorsitzender die Geschicke des Vereins leitete, hat am Montagabend auf der Jahreshauptversammlung offiziell sein Amt niedergelegt. Damit endet eine Amtszeit, die den Verein nachhaltig geprägt hat.</span></p>
<p class="p1"><span class="s2">Wagner, der bereits 1994 als stellvertretender Fußballobmann in den Vorstand eingetreten war, prägte über 31 Jahre lang die Entwicklung der TSG entscheidend mit – insgesamt war er sogar 40 Jahre aktiv für den Verein tätig. „Man muss wissen, wann es Zeit ist loszulassen“, sagte der 73-Jährige bei seiner Verabschiedung im Clubheim. Seine Entscheidung, den Vorsitz in jüngere Hände zu legen, traf er bewusst: Der Übergang solle geordnet und zukunftsorientiert erfolgen. Wagner betonte zugleich, dass er dem neuen Vorstand weiterhin beratend und insbesondere bei der Bandenwerbung unterstützend zur Seite stehen werde.</span></p>
<div id="attachment_15314" style="width: 535px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-15314" class="wp-image-15314 " src="https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2025/11/else101125MGV-TSG13-300x192.jpg" alt="" width="525" height="336" srcset="https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2025/11/else101125MGV-TSG13-300x192.jpg 300w, https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2025/11/else101125MGV-TSG13-1024x655.jpg 1024w, https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2025/11/else101125MGV-TSG13-768x492.jpg 768w, https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2025/11/else101125MGV-TSG13-1536x983.jpg 1536w, https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2025/11/else101125MGV-TSG13-2048x1311.jpg 2048w, https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2025/11/else101125MGV-TSG13-1920x1229.jpg 1920w, https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2025/11/else101125MGV-TSG13-1170x749.jpg 1170w, https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2025/11/else101125MGV-TSG13-585x374.jpg 585w, https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2025/11/else101125MGV-TSG13-469x300.jpg 469w, https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2025/11/else101125MGV-TSG13-600x384.jpg 600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /><p id="caption-attachment-15314" class="wp-caption-text">Bürgermeister Carsten Hövekamp hielt eine kurze Laudatio für die scheidenden Vorstandsmitglieder Gerd Wagner (links) und Ralf Hehemann (Mitte).</p></div>
<p class="p1"><span class="s2">Unter seiner Führung hat sich die TSG Dülmen zu einem modernen und gut aufgestellten Verein entwickelt. Der einstige Sanierungsstau wurde in den vergangenen Jahren vollständig abgebaut: Das Vereinsheim erhielt ein neues Dach und sanierte Kabinen, die Anlage verfügt inzwischen über 1,5 Kunstrasenplätze. Zudem wurden zahlreiche Energiesparmaßnahmen umgesetzt – von LED-Beleuchtung mit über 50 Prozent Ersparnis bis hin zu einer geplanten Photovoltaik-Anlage, die künftig die hohen Energiekosten weiter senken soll.</span></p>
<p class="p1"><span class="s2">Auch sportlich kann die TSG auf viele Erfolge zurückblicken. Die Leichtathleten stellten mit Manuel Sanders einen Olympia-Teilnehmer, und die traditionsreiche Tischtennis-Abteilung spielte zeitweise sogar in der Regionalliga. Mit aktuell 1566 Mitgliedern und einem starken Zulauf im Kinder- und Jugendbereich sieht Wagner den Verein bestens für die Zukunft gerüstet. „Unsere Fußballer sollten eigentlich zwei Klassen höher spielen“, meinte er augenzwinkernd, „aber das Team ist auf einem guten Weg.“</span></p>
<div id="attachment_15318" style="width: 337px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-15318" class="wp-image-15318" src="https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2025/11/else101125MGV-TSG17-278x300.jpg" alt="" width="327" height="353" srcset="https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2025/11/else101125MGV-TSG17-278x300.jpg 278w, https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2025/11/else101125MGV-TSG17-948x1024.jpg 948w, https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2025/11/else101125MGV-TSG17-768x830.jpg 768w, https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2025/11/else101125MGV-TSG17-1421x1536.jpg 1421w, https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2025/11/else101125MGV-TSG17-1895x2048.jpg 1895w, https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2025/11/else101125MGV-TSG17-1920x2075.jpg 1920w, https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2025/11/else101125MGV-TSG17-1170x1264.jpg 1170w, https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2025/11/else101125MGV-TSG17-585x632.jpg 585w, https://duelmenplus.de/wp-content/uploads/2025/11/else101125MGV-TSG17-600x648.jpg 600w" sizes="(max-width: 327px) 100vw, 327px" /><p id="caption-attachment-15318" class="wp-caption-text">Gerd Wagner übergibt den Vereinsvorsitz der TSG Dülmen an Thomas &#8222;Pritsche&#8220; Kleerbaum (links). Er wurde einstimmig gewählt.</p></div>
<p class="p1"><span class="s2">Der Montagabend wurde zu einem emotionalen Moment für den gesamten Verein: Unter großem Applaus und auch einigen Tränen bei der Familie wurde Gerd Wagner verabschiedet. Zum neuen ersten Vorsitzenden wählte die Versammlung Thomas </span><span class="s1">„Pritsche“ Kleerbaum</span><span class="s2">, der künftig die Verantwortung übernimmt und den erfolgreichen Kurs fortsetzen will. Neben ihm wurde auch Ralf Hehemann nach 16 Jahren als 2. Vorsitzender verabschiedet. Er wird allerdings im erweiterten Vorstand als Sozialwart weiter aktiv bleiben. </span></p>
<p class="p1"><span class="s2">Mit Wagners Abschied endet eine Ära, in der Engagement, Weitblick und Vereinsliebe den Ton angaben. Die TSG Dülmen blickt dankbar auf das, was unter seiner Leitung entstanden ist – und optimistisch in die Zukunft.</span></p>
<p>Übrigens: Wagner und Hehemann wurden von der Versammlung zu Ehrenmitgliedern ernannt.</p>
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