Dülmen (men/as). Es kündigt sich Veränderung für das Stadtquartier Overbergplatz an. Der Buch- und Spielefilialist Thalia wird dort schon bald einziehen, wie aus gut unterrichteten Kreisen zu erfahren war.
Alexander Terlau von Bücher Sievert Sievert bewertet die Ansiedlung nüchtern: „Es herrscht freie Marktwirtschaft. Mitbewerber sind in jeder Branche üblich. Ob diese Entwicklung für Dülmen auf Dauer positiv ist, mag jeder für sich entscheiden. Wir werden auf diese Veränderung angemessen reagieren.“ Bereits vor einigen Jahren hatte Terlau auf die Entwicklungen im Buchmarkt reagiert und mit Escape-Rooms ein zweites Standbein aufgebaut, das sich nach eigenen Angaben sehr erfolgreich entwickelt hat.
Direkt in der Nachbarschaft des künftigen neuen Dülmener Thalia-Standorts befindet sich das Fachgeschäft Spielwaren Greiving.
„Natürlich macht man sich Gedanken, was die Neuansiedlung von Thalia in Dülmen für uns bedeutet – zumal Thalia seit etwa zwei Jahren verstärkt im Bereich Spielwaren aktiv ist. Thalia hat auch schon Spielwaren-Fachgeschäfte übernommen und führt sie teilweise mit dem bisherigen Namen und dem Zusatz ,by Thalia‘ weiter. Es gibt aber Standorte wie in Coesfeld, da existieren und funktionieren Thalia und ein Spielwarenfachgeschäft in der direkten Nachbarschaft“, sagt Heike Greiving, Inhaber des Dülmener Fachgeschäfts.
Was die Auswirkungen von Thalia auf ihr Fachgeschäft sein werden?
„Das kann man nicht sagen – und wir wissen ja auch noch nicht, welche Schwerpunkte die Dülmener Thalia-Filiale haben wird. Wir müssen es auf uns zukommen lassen“, sagt Heike Greiving, die seit dem Tod ihres Mannes vor 20 Jahren das 480 Quadratmeter große Fachgeschäft alleine führt – mit einem in der Regel zehnköpfigen Team.
„Wir blicken hier auf 40-jährige Erfahrung und haben auch andere Situationen schon gemeistert: Als etwa die Drogerie Müller mit einer ziemlich großen Spielwarenabteilung in Dülmen aufmachte und im Weihnachtsgeschäft mit stark reduzierten Preisen handelte. Und wir haben uns immer dem Markt angepasst und beispielsweise – als sie aus der Mode kamen – Modelleisenbahnen aus dem Sortiment genommen. Wir bauen auf unsere langjährige Beratungskompetenz, auf unsere Stamm- und unsere Laufkundschaft, unseren gut angenommenen Online-Shop und können uns vorstellen, dass Konkurrenz das Geschäft auch zu guter Letzt belebt“, sagt die 63-jährige Geschäftsinhaberin.

